Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Basketball: Pokalderby Gorillas Haßloch gegen TSG Neustadt

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Die Basketballsaison der Herren startet am Sonntag, 16 Uhr, in Haßloch (Sporthalle Raiffeisenstraße 29) mit dem Pokalderby Gorillas Haßloch gegen die TSG Neustadt. Vor der Partie gibt es viele Fragezeichen bei beiden Trainern. Das Zusammentreffen der beiden Teams wird sich im Saisonverlauf noch zweimal wiederholen. Denn die TSG ist als Absteiger aus der Bezirks- in der A-Klasse gelandet, wo sich auch die Gorillas tummeln.

Die Gorillas waren bislang unter dem Motto unterwegs „Hauptsache, es macht Spaß“ und landeten in der abgelaufenen Saison im Tabellen-Mittelfeld, obwohl sie ohne Trainer waren. Das hat sich geändert. Dalibor Petrovic hat im Sommer das Training übernommen. Der ehemalige Berliner lebt erst seit 2016 in Haßloch. In seiner Jugend war er bereits als 16-Jähriger in der Regionalliga für TuS Neukölln am Ball. Dann bremste ihn ein Riss der linken Achillessehne aus. „Das war das Ende, in den höheren Spielklasse erfolgreich zu spielen“, erzählt der 40-Jährige. Beim Probetraining in Haßloch im Juli hatte er erneut Pech. Diesmal riss die rechte Achillessehne. So war der offizielle Trainingsstart nach den Ferien noch etwas holprig. „Ich habe keine hohe Erwartungshaltung. Ich muss jetzt erst mal sehen, was mit dem Team möglich ist. Wichtig ist eine gewisse Zucht und Ordnung, ein guter Trainingsbesuch. Ich muss erst alle kennenlernen“, sagt er. Das klingt streng, aber er meint auch, es sei erstaunlich, dass das Team bislang ohne Trainer so diszipliniert trainiert habe. Momenten seien 14 Spieler im Kader. Es sei ein großer Altersunterschied von ganz jungen Spielern bis zu Marc Walter, dem Vorsitzenden der Gorillas, der als 36-Jähriger auf Korbjagd gehe. Ein Abgang bei den Gorillas ist der Neustadter Rasmus Denoke, der an seinem Studienort und neuen Wohnort zur SG Mannheim gewechselt ist.

„Wenn Du besser werden willst, musst Du trainieren“

Die erste Analyse von Petrovic: „Potenzial ist vorhanden. Wir müssen jetzt die Systeme üben, die Laufwege zusammenbringen.“ Sich selbst bezeichnet er als ehrgeizig. Er sei auf der Suche nach Struktur und Disziplin, und dennoch ein lockerer Typ. Sein Motto: „Wenn du besser werden willst, musst du trainieren.“ Über seine aktive Zeit sagt er auch, er wäre nicht erfolgreich gewesen, hätte er nur „Larifari“ trainiert. Er sei oft vom Training heimgekommen und habe seinen Trainer gehasst. Ob Petrovic’ Methoden greifen, zeigt sich am Sonntag. Eine Prognose für das Spiel wagt er nicht. „Wir sind motiviert, es ist ein Heimspiel“, sagt er nur.

Der Trainer des Gegners Neustadt, Thomas Beuttler, ist bereits seit drei Jahren TSG-Coach. Der 47-Jährige spielt noch aktiv in der Ü45-Mannschaft der BG Köln. Weil er einen regulären Spielerpass hat, kann er auch für die TSG Neustadt als Spielertrainer antreten. Er macht es vom Saisonverlauf abhängig, ob er auch in der zweiten Saisonhälfte für die TSG an den Ball geht oder dann doch ab Januar die Spiele für Köln im Turnierformat mitmacht. 2018 hat er mit den Kölnern Platz drei bei der Endrunde um die deutsche Meisterschaft belegt. „Unser Problem mit der TSG ist die Trainingsbeteiligung“, weiß er. Familiäre Gründe, Schichtarbeit, Auslandseinsätze und andere Prioritäten seien Gründe für den fehlenden Trainingseinsatz der Spieler. „Wir sind selten zehn Leute und können daher kaum vernünftig trainieren“, betont er. Auf dem Papier stehen zwar 15 Spieler, das Team ist aber nie komplett da. Bei der TSG gibt es keine Veränderungen zum Vorjahr, aber Beuttler weiß noch nicht, wie Neustadt am Sonntag antritt. Beuttler: „Die A-Klasse ist ebenfalls Neuland für uns, wir können die Gorillas schlecht einschätzen.“ Er hofft, dass er mit zehn Spielern nach Haßloch fahren kann. Aber auch er hält sich bedeckt, mit welcher Taktik er seine Mannschaft auf den Pokal eingestimmt hat.

Rasmus Denoke ist der einzige Abgang der Haßlocher – er wäre der einzige Spieler gewesen, den Beuttler bei den Gorillas gekannt hätte. Denn Denoke spielte noch in der vergangenen Saison mit Zweitspielrecht in Haßloch bei den Männern und war auch in der U20 der TSG Neustadt aktiv. Der 19-Jährige wird sich das Pokalderby aber nicht entgehen lassen: „Mein Herz schlägt für die Gorillas, auch wenn ich der TSG alles Gute wünsche. Neustadt ist für mich aber Favorit“, sagt der Neu-Mannheimer Denoke.

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