Neustadt Aus dem Kinderzimmer

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Die Rheinwalt GmbH, Spezialist für Werbeartikel und Textilproduktionen mit Kunden in ganz Europa, ist umgezogen: Das vom Neustadter Thomas Rheinwalt gegründete Unternehmen hat seinen Standort ins Weinstraßenzentrum verlagert.

Nachdem die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft ihre Niederlassung im Grubenhof 5 aufgegeben hatte, kaufte Rheinwalt Grundstück und Gebäude, um seine Firma vergrößern zu können. Neben dem bestehenden Bürokomplex will der Geschäftsführer des seit vielen Jahren sehr erfolgreichen Neustadter Unternehmens eine Lagerhalle errichten lassen. Am bisherigen Standort in der Landauer Straße 66, wo die Rheinwalt GmbH nur Mieter war und jetzt eine neue Anwaltskanzlei eröffnet hat, war das aus Platzgründen nicht möglich. Die Halle sei erforderlich, um „verschiedenen Kunden den kompletten Full-Service inklusive Logistikübernahme anbieten“ zu können, erläutert Rheinwalt. Mit der Lagerhalle werden laut dem Geschäftsführer drei weitere Arbeitsplätze entstehen. Zurzeit beschäftigt Rheinwalt 24 Mitarbeiter in Deutschland und weitere vier in Fernost. Die Filialen im Ausland befinden sich in Jordanien, Bangladesch und China. „Durch ein weltweites Netz, bestehend aus einer eigenen Niederlassung und Partnern, sind wir in der Lage, die gewünschten Artikel in kurzer Zeit als Sonderproduktionen zu liefern“, betont das Unternehmen auf seiner Homepage. Über die Höhe der Investitionen in den neuen Standort im Weinstraßenzentrum will Rheinwalt keine Angaben machen. Auch Umsatzzahlen nennt er nicht. Im Jahr 2007 waren es inklusive der Eigenmarke Portofino (Kindermode) fast fünf Millionen Euro – damals mit nur elf Mitarbeitern. Der gelernte Bürokaufmann Thomas Rheinwalt gründete das Unternehmen 1995. „Angefangen habe ich in meinem Elternhaus auf der Haardt im früheren Kinderzimmer“, erzählt er. Er habe sich schon immer mit Textilien beschäftigt und von jeher den Wunsch gehabt, sich selbstständig zu machen, sagte Rheinwalt in einem RHEINPFALZ-Gespräch vor zehn Jahren. Seine Idee, Werbetextilien produzieren zu lassen und zu vertreiben, erwies sich als sehr profitabel. Die Firma wuchs kontinuierlich und gewann Kunden wie McDonald’s, Sony, Toto-Lotto sowie die Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern und Werder Bremen. Inzwischen sind weitere Profisportvereine im In- und Ausland dazugekommen – unter anderen aus den ersten Fußballligen in Frankreich und Spanien –, außerdem Banken, Autokonzerne, Brauereien, Krankenkassen, Fluggesellschaften und vieles mehr. Gutes Design ist Rheinwalt nach eigener Angabe sehr wichtig, deshalb beschäftigt er Mode- und Grafikdesigner, eine Textilingenieurin sowie erfahrene Einkäufer im Non-Food-Bereich, die Entwürfe und Layouts erstellen. Zum Angebot gehört auch „die Entwicklung von Webshop-Konzepten und deren Anbindung an bestehende Warenwirtschaftssysteme“, so Rheinwalt. (ffg)

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