Neustadt Auch Oma Ursel und Opa Werner schauen zu

SCN-Kapitän Jakko Vagts ist beeindruckt, wie sein Team das harte Training der vergangenen Wochen ausgehalten hat.
SCN-Kapitän Jakko Vagts ist beeindruckt, wie sein Team das harte Training der vergangenen Wochen ausgehalten hat.

«Neustadt.» „Nur“ eine 3:10 (0:1, 0:3, 0:4, 3:2)-Niederlage gab es im Stadionbad für die U18-Wasserballer des SC Neustadt im Viertelfinale der Bundesliga-Zwischenrunde gegen den amtierenden deutschen Meister White Sharks Hannover. Der SCN geht somit ins Platzierungsturnier um Rang fünf im Mai. SCN-Kapitän Jakko Vagts hat sein sportliches Talent wohl seinem Vater und seinem Opa zu verdanken.

„Ich bin stolz auf mein Team, dass wir es soweit geschafft haben“, sagt der Mannschaftskapitän. Er ist erst 15 Jahre, gehört wie die meisten seiner Teamkollegen zu den jüngeren Jahrgängen in der Ersten Liga. Deshalb war es eine Abenteuerreise, auf die sich SCN-Manager Michael Heinz und das Trainerteam zu Saisonbeginn einließen, als sie die Jungs in der höchsten Spielklasse anmeldeten. Während der SCN durch die B-Gruppe souverän ohne Niederlage marschierte, setzte es jetzt gegen zwei A-Gruppenteams deutliche Niederlagen. Doch der Lerneffekt war sichtbar. Im erste Viertel jetzt gegen Hannover zeigte der Gastgeber eine grandiose Abwehrleistung mit nur einem Gegentor. Im Schlussviertel gab es mutige Würfe, die schließlich zu drei SCN-Treffern führten. Auf der anderen Seite vereitelte SCN-Keeper Hendrik Hummel einige dicke Gästechancen. Mit Begeisterung sitzt auch Vagts Familie am Beckenrand. Opa Werner und Oma Ursel sind vor vier Jahren aus Norddeutschland in die Pfalz gezogen. Sie folgten ihrem Sohn Dierk und seiner Familie nach Neustadt. Dierk Vagts ist ärztlicher Direktor am Krankenhaus Hetzelstift. Er war leidenschaftlicher Tischtennisspieler. Der 52-Jährige spielte bis zu Beginn seiner beruflichen Tätigkeit als Arzt in der Regionalliga und war mit einer A-Lizenz Cotrainer der deutschen Nationalmannschaft in der Ära Jörg Rosskopf und Steffen Fetzner. Wasserballer Jakko hat nicht nur vom Papa Ballgefühl und sportlichen Ehrgeiz geerbt. Opa Werner war als Faustballer zwölfmal deutscher Meister mit dem SV Haddorf in Stade. „Jakko trainiert jetzt fünfmal in der Woche. Aber die Schule hat Priorität“, erzählt Papa Dierk. Jakkos Bruder Joona (11) spielt ebenfalls Wasserball, Schwester Ella (13) ist Rope-Skipperin. „Ich schaue, dass ich das SCN-Team sportmedizinisch etwas berate. Damit einseitige Belastungen ausgeschlossen werden“, betont Vagts. Jakko hat als Zehntklässler am Käthe-Kollwitz-Gymnasium gerade seine Leistungsfächer Französisch, Biologie und Sport für die Oberstufe gewählt: „Es ist der erste Sport-Leistungskurs am KKG.“ Jakko analysiert indes das Spiel gegen die Haie wie ein alter Hase: „Zwar waren Hannovers Nationalspieler nicht dabei, aber wir haben stark verteidigt, wir wollten Spaß haben. Es ist beeindruckend, wie alle Jungs das harte Training in den letzten Wochen mitgetragen haben.“ So spielten sie SCN: Hendrik Hummel – Vagts, Dominik Hummel, Bauer (1 Tor), Herrle, Arvic, Tim Schwarzkopf, Simonett (2), Lewin, Baaden, Schädler, Lukas Schwarzkopf.

x