Neustadt Am Rande: Zwei oder drei „Ächle“?

. Am Rosenmontag, 16. Februar, lädt der MGV Niederkirchen zu einer Faschingswanderung ein. Ziel ist die „Sängerklause“ im Sensental mit dem traditionellen Namen „Drei Eichen“. Oder sollte der Ort jetzt besser „zwei Eichen“ heißen? Die Frage ist durchaus berechtigt, denn es stehen inzwischen nur noch zwei anstelle der bisherigen drei Traubeneichen im Sensental. Die für Festlichkeiten gern genützte „Sängerklause“ im schönen Waldareal der „Drei Eichen“ war ab 1968 in Eigenarbeit von Vereinsmitgliedern unter der Bauleitung des damaligen Ersten Vorsitzenden Sebastian Braun und Karl Nicklas als Polier errichtet worden. Zuvor fand 1967 das erste große Waldfest statt. Seit dieser Zeit war und ist diese Sängerklause immer wieder Treffpunkt von Vereinen für Wald-, Wein- und Sängerfeste. Drei gewaltige, über 300-jährige und unter Naturschutz gestellte Traubeneichen haben lange das Gesamtbild geprägt. Doch im vergangenen Mai hat ein Sturm einen der über 30 Meter hohen fast wurzellosen Baumriesen umstürzen lassen. Glücklicherweise ist die Sängerklause dabei verschont geblieben. Ob trotzdem die seit eh und je auf Wanderkarten festgehaltene Bezeichnung „Drei Eichen“ beibehalten wird, ist ungewiss. „Wie auch immer“, meinte ein ortskundiger Waldfreund, „die Bezeichnung des Platzes mit ,Drei Ächle’ (Eichen) bleibt in der Erinnerung und im Volksmund erhalten.“