Neustadt Am Rande der Bande:

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Während die Fußballfans aus unserer Region durch den Abstieg des VfL Neustadt im aktiven Bereich den Verlust des einzigen Verbandsligisten zur Kenntnis nehmen mussten, ging es auch im regionalen Juniorenfußball abwärts. Alle Hoffnungen ruhten auf den D-Junioren des TSV Königsbach, die durch die Qualifikation für die neue D-Junioren-Verbandsliga Südwest in der kommenden Saison der einzige Verbandsligist aus dem Gebiet des einstigen Fußballkreises Neustadt sind. Besonders bitter sieht es bei den A-Junioren aus. Die Erfolgsgeschichte des VfB Haßloch wurde nach vier Aufstiegen in Folge in der A-Junioren-Verbandsliga Südwest mit dem vorletzten Tabellenplatz in der Abschlusstabelle jäh gebremst. Und der einzige Landesligist, der 1. FC 08 Haßloch, hatte keine Chance, ins Meisterschaftsrennen einzugreifen. So wird auch diese Spielklasse – wie bereits seit mehreren Jahren die B- und C-Junioren-Verbandsliga – ohne Mannschaft aus Haßloch oder Neustadt nach der Sommerpause den Spielbetrieb aufnehmen. Von den glorreichen 1990er-Jahren, als es Trainer Rudolf Benkler senior gelang, zweimal die kleine SG Mußbach in die A-Junioren-Verbandsliga Südwest zu führen, oder der ersten Dekade dieses Jahrhunderts, in welcher der 1. FC 08 Haßloch oft gleichzeitig zwei Junioren-Verbandsligisten stellte, kann man nur noch träumen. Bei den B- und C-Junioren ruhen die Hoffnungen beim 1. FC 08 Haßloch, der die Saison 2014/2015 als Tabellenfünfter der B-Junioren-Landesliga Vorderpfalz und Drittplatzierter der C-Junioren-Landesliga Vorderpfalz abschloss. Lokalrivale VfB Haßloch stieg dagegen als abgeschlagenes Schlusslicht mit nur vier Punkten und dem deprimierenden Torverhältnis von 30:139 aus der B-Junioren-Landesliga ab. Am Eichelgarten bedarf es in den ältesten Jahrgängen demnach erst einmal eines Neuaufbaus, ebenso beim VfL Neustadt, der seine A-Junioren nach der vergangenen Winterpause sogar abmeldete. Die D-Junioren des TSV Königsbach sind jedenfalls heute das neue Aushängeschild des Neustadter Juniorenfußballs. In der Abschlusstabelle der D-Junioren-Landesliga Vorderpfalz war der 1. FC 08 Haßloch als Tabellenvierter vier Ränge besser als Königsbach platziert, allerdings verzichteten die 08er auf die Teilnahme zur Qualifikationsrunde. „Unsere aktuelle D1 hätte die Qualifikation problemlos geschafft, allerdings hätten wir in der kommenden Saison in der Verbandsliga keine Chance“, begründete der Zweite 08-Vorsitzende Jürgen Hurrle diese Entscheidung. (dil) Bundesligafußballer sollten ihrer Vorbildfunktion gerecht werden, denn der Nachwuchs schaut genau hin und ahmt die großen Starts gerne nach. Dabei gibt es gewisse Riten der Profis, die die Amateur- und Jugendfußballer längst übernommen haben. Zwei Beispiele belegen dies: Die D-Junioren des TSV Königsbach spielten in der vergangenen Woche beim VfR Frankenthal um den Aufstieg in die Verbandsliga. Wie viele andere Mannschaften bildeten auch die kleinen Königsbacher vor dem Spiel einen Kreis. Da wird sich um die Schultern gefasst, die Köpfe werden gesenkt und irgendeiner sagt etwas. Wohl in der Richtung, dass einer für den anderen kämpfen und dass man den Gegner besiegen werde. Die TSV-Junioren bildeten diesen Kreis sogar zweimal, ganz nach dem Motto „doppelt genäht hält besser“. Beim zweiten Mal wurde eine Lücke für Kapitän Max Stoll gelassen, der noch mit der Platzwahl beschäftigt war. Und nach dem Spiel wird sich natürlich bei den Zuschauern bedankt. Allerdings ist keiner wie in der Bundesliga auf einen Zaun gestiegen (den gab es in Frankenthal auch nicht) und hat den Einpeitscher gegeben. „Jetzt lauft ihr zu den Fans und immer schön lachen dabei“, hatte Trainer Marco Stoll die Devise ausgegeben. Und so rannten die Jungs auf die TSV-Anhänger – überwiegend Eltern und Verwandte – zu und jubelten. Offenbar hatten sie alles richtig gemacht, denn es gab viel Applaus. Nach dem souveränen 4:0-Sieg war das aber auch kein Wunder. (thl) Höher, schneller, weiter – diese hehren Ziele hat sich nicht unbedingt jeder Sportler gesetzt. Auch nicht im Seniorentennis, obwohl es dort wie im Leistungssport während der Medenrunde um Punkte und Meisterschaften geht. Und bisweilen um die Ehre. So trug es sich in einem Match zweier über 60-Jähriger in einem Neustadter Ortsteil zu, dass der eine gewillt war, Sport zu treiben und sich sowie den Gegner zu fordern. Sein Gegenüber jedoch war zwar nicht gerade jeder Schritt zu viel, aber ein großes Laufpensum absolvierte er nicht. Er widmete sich mehr dem Motto „Höher, schneller, langsamer“. Als der Ambitionierte anfing, seinen Gegner mit Stoppbällen zu überlisten, fragte der Lauffaule – seinen Namen wollen wir aus Höflichkeit verschweigen – verwundert: „Zählen die auch?“ Unser motivierter Sportler überlegte sich angesichts der Trägheit auf der anderen Netzseite, dass sein Gegner „was Saarländisches im Blut haben muss“ und erklärte ihm den Sinn des Tennisspiels: „Man kann auch mit dem Schläger zum Ball laufen und ihn zurückschlagen.“ Nun, das Match verlor unser unmotivierter Tennisspieler wenig überraschend mit 0:6, 0:6. Doch hat seine Mannschaft immerhin die Gesamtbegegnung gewonnen, sozusagen die Vereinsehre gerettet. Ob es gar Arbeitsverweigerung war oder einfach Interessenlosigkeit? Wir wissen es nicht. Vielleicht hat sich in diesem Tennismatch aber auch die Feststellung des Immunbiologen und Aphoristikers Gerhard Uhlenbruck bewahrheitet: „Die schwerste sportliche Disziplin ist der Sprung über den eigenen Schatten.“ (sab/Karikatur: Herrmann) „Wir dachten uns, es sei aufgrund des besonderen Anlasses und der Leistungen der Fahrer angemessen. Es ist doch schön, wenn man dann noch gemütlich vorm Fernseher sitzt und gemütlich eine gewonnene Flasche Wein trinken kann“, sagt Stefan Bickel, Inhaber der Firma TSB Elektrotechnik in Duttweiler. Die Firma hat für das 28. Kerweradrennen zwei Flachbildfernseher im Wert von je 599 Euro gestiftet. Und damit dem gelungenen Abend auch gar nichts im Wege steht, gab es obendrauf noch einen Blue-Ray-Player, um auch neue Kinofilme auf den Bildschirm zu bekommen, sowie – für den kühlen Wein – eine Elektrokühlbox. Und für die nächste Trainingseinheit spendete Stefan Bickel noch eine moderne elektronische Sportuhr. Alles in allem haben die Prämien einen Wert von rund 1500 Euro. „Und die Prämien haben wir auch selbst bezahlt“, stellt Bickel klar. (mame)

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