Neustadt Am neuen Standort glücklich

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Die jüngste Neuansiedlung im Lachen-Speyerdorfer Solarpark Flugplatz Lilienthal ist ein Werbemittel-Großhändler. Die Firma JR-Werbemittel war zuvor im Altenschemel ansässig. Grund für den Umzug war die Platznot.

Jürgen und Britta Rissland sind schon lange ein Paar, seit fünf Jahren sind sie auch Arbeitskollegen. Damals beschloss Jürgen Rissland sich selbstständig zu machen – eine Entscheidung, die er nicht bereut hat. Von Anfang an war die Firma auf Wachstumskurs, und im Altenschemel, wo Rissland zunächst Räume gemietet hatte, wurde es schnell zu eng. Mit dem neuen Standort ist der Unternehmer zufrieden: „Es ist ruhig hier, außerdem haben wir sehr nette Nachbarn.“ Der Werbefachmann, der aus Deidesheim stammt und dort auch noch immer wohnt, kennt die Branche seit vielen Jahren. Zu seiner Produktpalette gehören klassische Werbeartikel wie Kugelschreiber, Kalender oder Feuerzeuge, aber auch Büroausstattung und Arbeitskleidung. Seine Kunden kommen aus ganz Deutschland und aus ganz verschiedenen Branchen. Schwerpunkt sei Bayern, erzählt der 53-Jährige. „Das hat sich eher zufällig so entwickelt.“ Das abgelaufene Jahr bezeichnet Rissland als „hartes Jahr“. Der 950 Quadratmeter große Bau mit Büroräumen und Lagerhalle hat dem Geschäftsmann und seiner Frau so manch schlaflose Nacht bereitet. Einmal passte die Tür nicht, ein anderes Mal war es das Abwasser, was Probleme bereitete. Die Zusammenarbeit mit der Stadt bezeichnet Rissland als „besser als erwartet, nach all dem, was man so hört“. Allerdings: Die Auflagen seien teilweise nicht ganz nachvollziehbar gewesen. So musste beispielsweise das Dach dunkel sein. „Das heizt sich dann im Sommer so auf, dass auch die Statik betroffen ist“, sagt Rissland. Der Bau sei dadurch teurer geworden. Inzwischen steht jedoch alles, Anfang November 2015 konnte der Umzugswagen vorfahren. Ruhig geworden ist es deshalb aber nicht. Das Geschäft läuft, und mittlerweile denken die Risslands darüber nach, jemanden anzustellen. „Wir haben im Moment kein Wochenende frei, wir sind am Limit.“ Das Schöne an der vielen Arbeit: „Ich verbringe mehr Zeit mit meinen Mann“, sagt Britta Rissland. Dass ein gemeinsamer Arbeitsplatz für manche Pärchen eine Horrorvorstellung ist, können die Risslands gar nicht verstehen. „Wir wissen überhaupt nicht mehr, wie’s vorher war.“ Gelegentlich ist das Unternehmen auch ein richtiges Familienunternehmen, denn auch die beiden Kinder packen mal mit an, wenn Not am Mann ist. (kkr)

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