Neustadt Am Computer und im grünen Zimmer
50 Luftballons steigen morgen zum 50-jährigen Bestehen der Niederkirchener Don-Bosco-Schule in den Himmel. 85 Kinder feiern mit ihren Lehrerinnen und Eltern den Geburtstag ihrer Schule. Vor 50 Jahren gab es über 200 Schulkinder, und die alte Schule war zu klein geworden.
Heute sieht das wieder anders aus. Im Verlauf der 50 Jahre ist die Schülerzahl stetig zurückgegangen. So drehte sich die Diskussion schon öfter um den Erhalt des Schulstandorts. Nachdem es in diesem Jahr wieder eine zweizügige erste Klasse gab, wird in der nächsten Zeit nur eine neue Klasse zustande kommen, erklärt die stellvertretende Rektorin Rita Weyrauch. Sie hofft, dass in das Neubaugebiet viele Familien mit Kindern einziehen. Von politischer Seite ist man bestrebt, die drei Grundschulstandorte in der Verbandsgemeinde Deidesheim zu erhalten. Als nächste Renovierungsmaßnahme stehen neue Fenster für das Atrium an. Sieben Jahre war Uta Krapp Schulleiterin in Niederkirchen. In dieser Zeit war die engagierte Pädagogin offen für die Einführung neuer Medien, die Aufstellung der Miniphänomenta-Stationen und für die Idee des Fördervereins, ein grünes Klassenzimmer auf dem Schulgelände einzurichten. Krankheitsbedingt musste jedoch schon seit einem Jahr die dienstälteste Kollegin die Vertretung übernehmen. Das Kollegium umfasst neben der stellvertretenden Rektorin noch sieben Lehrerinnen. Dazu kommen eine Sekretärin und der Hausmeister. Stolz sei man auf den wöchentlichen Computer-Fachunterricht in allen Klassen und den grünen Pausenhof, so Weyrauch. Das Betreuungsangebot werde gut angenommen. Ein Pluspunkt sei die gute Zusammenarbeit mit den Eltern und dem Förderkreis. Dieser plane ein weiteres „grünes Klassenzimmer“. Zum Jubiläum hat der Förderkreis alle Schüler mit bunten T-Shirts ausgestattet. Jede Klasse hat ihre eigene Farbe. Benannt ist die Schule nach dem Heiligen Giovanni Melchiorre Bosco, Don Bosco genannt. Er wurde 1815 als Sohn einfacher Bauern im Piemont geboren und wirkte als Großstadtseelsorger in Turin. Dort setzte er sich als Pädagoge für arme und benachteiligte Jugendliche und Straßenkinder ein. Sein Erziehungsstil basierte auf Solidarität, Toleranz und Kooperation. Bosco gründete die religiöse Vereinigung der Salesianer. Den Programmauftakt zum Jubiläumsfest (11.30 bis 15.30 Uhr) übernimmt am Samstagmorgen die Leni-Band. Dann folgen die Grundschüler mit dem Jubiläumslied „Unsere Schule hat keine Segel“ und natürlich, frei nach Don Bosco: „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen.“ Höhepunkt, um die Mittagszeit, ist die Luftballonaktion. Es folgt das Theaterstück „Schule einst und heute“. Am Nachmittag studiert Andreas von Hoff mit Boomwhackers – unterschiedlich langen Kunststoffröhren – mit den Kindern das Schuljubiläumslied ein. Daneben gibt es Spiel- und Bastelstationen und für jeden ausreichend Essen und Getränke. (vnl)