Neustadt „Am besten bleibt es so, wie es ist“

Willkommene Abkühlung für die Badegäste gestern Nachmittag im Helmbachweiher.
Willkommene Abkühlung für die Badegäste gestern Nachmittag im Helmbachweiher.

Wie gefällt es Ihnen am Helmbachweiher? Wünschen Sie sich ein gepflegteres Gelände oder sind Sie zufrieden mit dem Angebot? Welche Erinnerungen verbinden Sie mit dem Naturbadeweiher? Das fragten wir vergangenen Mittwoch unsere Leser. Hier einige E-Mails, die die Redaktion dazu erreichten.

Ich schätze den Naturbadeweiher im Elmsteiner Tal ganz besonders an heißen Tagen wegen des kühlen Wassers und der idyllischen Lage. Meist komme ich nach 18 Uhr dorthin, genieße Wasser, Abendsonne und Ruhe. Der Steg durch Schilfzone und über Wasser finde ich eine sehr gute Lösung, auch für die Natur. Der Steg wurde ausgebessert. Sicher wäre dort Robinen- oder Kastanienholz haltbarer. Bei meinem letzten Aufenthalt wunderte ich mich über die zirka zwei Meter breite Schneise, die beidseitig des Stegs gemäht worden ist. Ich dachte, was für ein Aufwand. Brennnesseln gehören zum Biotop. Klar, die Brombeeren gehörten etwas zurückgeschnitten, allerdings schmeckten auch die. Der „Stoppelrasen“ gehört für mich in der trockenen Zeit zum Naturbadeweiher. Wenn man etwas verbessern möchte, dann an den Zugängen von der Liegewiese zum Wasser. Dort könnte man mit Sandsteinfindlingen und Platten zwei bis drei naturnahe Treppenstufen anlegen. Vielleicht auch mal einen Quader zum Draufsetzen und Füße im Wasser baumeln lassen. (...) Zur Beseitigung von Hundekot könnten Beutelspender aufgestellt werden. Mich wundert die Unvernunft einiger Gäste, die Wildenten füttern und so zur Wasserverschmutzung und zum Überbestand beitragen. Die Möglichkeit, im frischen Wasser dieses Naturkleinods schwimmen zu können, erfreut mich immer wieder aufs Neue und lässt mich die Gegebenheiten gerne akzeptieren. (...) Diejenigen, denen das nicht behagt, sind am falschen Platz. Zur Finanzierung der Unterhaltung kann ich mir auch vorstellen, Parkgebühren zu zahlen. Eintrittsgelder halte ich für nicht zweckmäßig, weil damit auch eine Festlegung von Badezeiten verbunden wäre. Vor einiger Zeit habe ich mit einer Freundin, einem Kleinkind und Gästen aus Köln einen schönen Nachmittag dort verbracht. Gut, die Badetemperatur könnte etwas wärmer sein, aber darum geht es ja bei der Diskussion nicht. Keiner unserer Gruppe fand den Weiher und das ihn umgebende Gelände ungepflegt. Es ist ein Waldsee mit Wiese und kein Kurpark. Gott sei Dank! Wenn ich ein solches Ambiente möchte, gehe ich vielleicht besser in ein „Erlebnisbad“ oder ähnliches. Schreckliche Vorstellung, dass mich dort in Zukunft akkurat geschnittene Hecken und ein englischer Rasen erwarten könnten. (...) Mein Herz ging auf bei der wirklich sehr freundlichen und entgegenkommenden Bewirtung durch die Kioskinhaber. Sei es beim geduldigen Warten, bis sich die Dreijährige für ein Eis entschieden hatte, oder als uns Kleingeld fehlte. Zugegeben: Mich hat erstaunt, dass eine Bohle auf dem Steg morsch war. (...) Für Menschen, die nicht gut sehen können, oder kleine Kinder ist es gut, wenn der Steg in Ordnung ist. So was kostet Zeit und Geld. Ich würde für die Erhaltung auch einen kleinen Obolus bezahlen oder spenden. Ich hoffe, der See bleibt im Großen und Ganzen so, wie er ist und behält seinen Charme. Den Kiosk möchte ich auf keinen Fall missen und hoffe, dass die Pächter nicht vergrätzt werden. Seit vielen Jahren schätze ich bereits das Helmbachweiher-Areal als einen Ort, an dem ich Natur, Ruhe und Erholung finden kann. Auch in meinem Bekanntenkreis wird dieser Ort allseits geschätzt. Die Pächter sind freundlich und führen ein angemessenes Angebot an Erfrischungen. Ich kenne keinen öffentlichen Badesee, der besser gepflegt wird. Kritik aus dieser Richtung ist mir unverständlich. Der kühlen Wassertemperatur geschuldet, wird dies stets ein Ort für Naturfreunde bleiben, die einfach andere Ansprüche haben als Schwimmbad-Besucher. Was auch gerne über die derzeitigen warmen Temperaturen vergessen wird: Das Wetter im Pfälzerwald ist launischer. Wie oft war ich schon dort bei wechselhaftem Wetter und habe den Kiosk – manchmal eine ganze Saison lang – nur schleppend besucht vorgefunden. Ich bin dankbar, dass die Familie es stets auf sich nimmt, auch an solchen Tagen vor Ort zu sein. Ich frage mich, wer sonst das noch auf sich nehmen mag? Das Gelände ist ein einzigartiger Rückzugsort und sollte so erhalten bleiben. (...) Der Artikel in der RHEINPFALZ vom Donnerstag, 12. Juli, über den Helmbachweiher beginnt mit einem Zitat des Elmsteiner Ortsbürgermeisters Stefan Herter. Dieses Zitat sollte er geringfügig abwandeln, um die Situation dort treffend zu beschreiben: „Der Helmbachweiher bei Elmstein IST ein attraktives Ausflugsziel.“ Wir sind erst seit einigen Jahren in der Pfalz zu Hause und haben in diesem Sommer den Helmbachweiher neu entdeckt. Zur Ergänzung: Es handelt sich um ein wunderschönes, naturbelassenes und – gerade nicht im landläufigen Sinn – touristisches Fleckchen Erde. Hier finden sich Menschen, die kommen, weil sie das Urwüchsige und Unaufgeregte lieben. Menschen, die Ruhe und Erfrischung im umfassenden Sinn suchen und sich dort wohlfühlen, gerade weil es so ist, wie es ist. Das sind übrigens gar nicht so wenige. Man findet auch zwei ältere Leute, die leckere pfälzische Speisen und Getränke in bester Qualität zu einem äußerst vernünftigen Preis anbieten. Den beiden ist auch die pfälzisch-kommunikative Atmosphäre des Platzes zu verdanken. Wenn man den Platz aufwerten möchte, dann sollte man gar nichts anderes machen, als die Toiletten zu sanieren. Die sind übrigens zwar alt, aber sehr sauber gehalten und mit dem nötigen Toilettenpapier versorgt. Lassen Sie diesen Platz, wie er ist, unterstützen Sie die beiden Menschen, die sich schon jetzt rührend um Platz und Menschen kümmern und machen Sie ihn nicht dadurch unattraktiv, dass er durch den oben genannten Artikel „heruntergeschrieben“ wird. Ich gehe schon seit 30 Jahren an den Helmbachweiher. Ich hatte da noch nie was zu bemängeln – im Gegenteil: Ich finde, der Naturweiher ist in einem sehr guten Zustand. Auch das Umfeld mit Grillplatz und Liegewiese – alles immer sauber, Kioskbetreiber immer nett und hilfsbereit. Am besten bleibt alles so, wie es ist.

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