Neustadt „Alter war nicht der Grund“

Er habe seine Anteile am Gasthaus „Zur Kanne“ in Deidesheim nicht aus Altersgründen zurückgegeben, sondern diese letztlich der Familie Bürklin-Wolf verkauft. Zuvor sei er lange dafür eingetreten, die „Kanne“ als Gasthaus zu erhalten. Das hat der vormalige Miteigentümer des Hauses, Carl-Horst Brune, mitgeteilt.
Brune reagierte damit auf die Aussagen von Bettina Bürklin-von Guradze, dieser habe seine Anteile aus Altersgründen abgegeben. Tatsächlich, so Brune in einer schriftlichen Stellungnahme, habe er mit Bürklin-von Guradze und deren Berater fast zwei Jahre lang verhandelt, damit die „Kanne“ ein Gasthaus bleibe. Deswegen habe er vor einigen Jahren auch seine Anteile an der Immobilie, die zuletzt bei 40 Prozent gelegen hätten, erhöht. Seine Absicht sei es gewesen, diese Anteile einer Person zu vererben, „die meine Linie weiterverfolgt hätte“, schreibt Brune weiter. Allerdings habe Bürklin-von Guradze darauf bestanden, die „Kanne“ nicht als Restaurant, sondern, wie es nun der Fall sein wird, als Vinothek weiterzuführen. Für eine solche Entscheidung wäre laut Gesellschaftervertrag aber ein einstimmiger Beschluss notwendig gewesen. Weil dieser jedoch nicht zustande gekommen wäre, wäre letztlich ein Rechtsstreit unvermeidlich geworden, so Brune. Die Person, der er seine Anteile habe vererben wollen, habe die Erbschaft unter diesen Bedingungen nicht annehmen wollen. Zudem merkt Brune an, dass er mit den Leistungen des Pächter-Ehepaars Florian und Karin Winter, das das Restaurant in der „Kanne“ rund zwölf Jahre geführt hat und künftig ein neues Restaurant im Weingut Klein in Hainfeld übernehmen wird, sehr zufrieden war. Er finde es deshalb sehr schade, dass dem Gastronomen-Ehepaar nicht die Möglichkeit gegeben worden sei, seinen Pachtvertrag zu verlängern. (rhp)