Neustadt Alles war nur ein Traum
„Die Geißbocklieferung mit Hindernissen“ war vor 30 Jahren das erste Stück, bei dem der Lambrechter Günter Lauer Regie geführt hat. Nun hat Lauer das Stück umgeschrieben und erneut die Regie übernommen.
Lauer hat in den vergangenen drei Jahrzehnten bei vielen Theateraufführungen in Lambrecht Regie geführt. Inzwischen hat er sich etwas zurückgezogen. Hans-Joachim Hinrichs, Vorsitzender des Lambrechter Verkehrsvereins, habe ihn schon im vergangenen Jahr gefragt, ob er für den Heimatabend ein Stück einstudieren könne, berichtet Lauer. Doch er habe abgelehnt. „Das Thema Geißbock ist ziemlich abgedroschen und es ist keiner mehr da, der neue Stücke schreibt“, nennt Lauer als Grund. Doch dann sei ihm eingefallen, dass er vor genau 30 Jahren bei „Die Geißbocklieferung mit Hindernissen“ erstmals die Aufgabe des Regisseurs übernommen hatte. Er habe das von dem Lambrechter Luitpold SeeImann geschriebene Stück gekürzt, überarbeitet und etwas aktualisiert, berichtet Lauer. „Im November war das Manuskript fertig“, erzählt er. Er habe Akteure zusammengetrommelt und im Februar begannen die Proben. Zwölf Akteure stehen auf der Bühne. Zu diesen gehören auch der Lambrechter Verbandsbürgermeister Manfred Kirr, Carsten Schindler, Mitglied des Lambrechter Stadtrats, und Hans-Joachim Hinrichs, Vorsitzender des Verkehrsvereins. Dazu kommen einige Helfer und eine Souffleuse. Das Stück besteht aus zwei Akten. Der erste Teil spielt in Lambrecht, der zweite Teil in Deidesheim. Dementsprechend wird auch einmal das Bühnenbild gewechselt. Dabei können die Besucher zuschauen, „denn im Schulhof haben wir keinen Vorhang“, so Lauer. In dem Stück ist dem Bürgermeister von Lambrecht, der von Kirr gespielt wird, zu Ohren gekommen, dass Europa neu aufgeteilt wurde. In diesem neuen Europa gehört Lambrecht nun zu Italien und Deidesheim zu Frankreich. Und noch etwas hat der Lambrechter Bürgermeister erfahren: Sein Sohn ist ausgerechnet mit der Tochter des Bürgermeisters von Deidesheim liiert. „Doch am Schluss stellt sich heraus, dass alles nur ein Traum ist und alles wird paletti“, sagt Lauer. Er hofft sehr, dass am Sonntag auch das Wetter „paletti“ ist, denn wenn es regnet, fällt der Heimatabend ins Wasser. (ann)