Neustadt Aktuell notiert: IGS-Diskussion: Blarr kündigt Gutachten an

Schuldezernentin Waltraud Blarr (Grüne) hat gestern angekündigt, im Hinblick auf den Wunsch der Realschule plus, sich in eine Integrierte Gesamtschule (IGS) umzuwandeln, ein externes Sachverständigengutachten in Auftrag zu geben. „Ich werde das Verfahren im öffentlichen Teil der Schulträgerausschusssitzung nächste Woche ausführlich erläutern“, sagte sie gestern auf Anfrage. Damit sei der Streit mit den Freien Wählern über den Ausschluss der Öffentlichkeit beim Tagesordnungspunkt IGS beigelegt, erklärte sie. Wie berichtet, wollte Blarr bei der Sitzung am 27. Mai die IGS-Pläne nur nichtöffentlich behandeln, weil sie ansonsten eine Bevorzugung der Realschule plus sieht, die ihren IGS-Antrag in der Sitzung begründen soll. Das kritisiert Margarete Hoffmann, die schulpolitische Sprecherin der FWG. Sie hatte für ihre Fraktion den Antrag gestellt, den Tagesordnungspunkt in einen öffentlichen und einen nichtöffentlichen IGS-Teil aufzuspalten. Bürgern und vor allem Eltern von Schülern dürfte die Möglichkeit, sich über die Situation zu informieren, nicht genommen werden. Die Sitzung sollte ursprünglich komplett nichtöffentlich abgehalten werden. Erst nachdem Freie Wähler und SPD mit einer rechtlichen Überprüfung drohten, wurden einzelne Tagesordnungspunkte, bei denen Blarr nur informieren will, in einen öffentlichen Teil geschoben. Margarete Hoffmann erklärte gestern, wenn Blarr ausführlich öffentlich Stellung nehme, egal unter welchem Tagesordnungspunkt, sei das für sie in Ordnung. Den Freien Wählern gehe es nicht darum, Krawall zu machen. (wkr)