Neustadt Abwechslungsreicher Gaumenkitzel

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Die Voraussetzungen hätten nicht besser sein können: Bei strahlendem Sonnenschein kamen die Freunde des guten Genusses am Samstag auf ihre Kosten. Sehen, riechen, schmecken stand diesmal bei der Rückkehr des „Markts der Genüsse“ in Deidesheim auf dem Programm. Dazu passte auch die „VinoTour“ in Niederkirchen, wo acht Weingüter wieder die Weinliebhaber mit edlen Tropfen und erlesenen Speisen verwöhnten.

Unter dem Motto „Kulinarische Verführung Deidesheim – Stadt der Genüsse“ verwandelte sich der Stadtplatz in einen Marktplatz, die Stadthalle in eine Markthalle. Hochwertige, erlesene Erzeugnisse von regionalen Anbietern hatte Yvonne Moissl, die Gründerin und Veranstalterin, angekündigt, und die Besucher wurden nicht enttäuscht. „Wir sind sehr zufrieden, aber es gibt noch einige Dinge, die wir verbessern wollen“, sagte Moissl. Bei den feinsten Salami-Sorten aus der Region Lucca ließen sich die Gourmets nicht zweimal zum Verkosten bitten. Ob Fenchel, Knoblauch, Trüffel, Walnuss oder Wildschwein, die Vielfalt kannte keine Grenzen. „Schon etwas ganz Besonderes“, meinte Friedhelm Faulhaber. Der 62-Jährige, ein Freund der mediterranen Küche, ließ sich auch die Kostproben der erlesenen Olivenöle aus Italien, aber auch von der Insel Kreta nicht entgehen. Auch Kräuter und Gewürze standen hoch im Kurs. So lud in der Markthalle Sergio Muto, der Pesto-Weltmeister aus Kalabrien, gleich zu einer gefüllten Pasta mit seinem Pesto Genovese ein. Ein Leckerbissen für die Freunde der italienischen Küche. Schlemmen unter freien Himmel, dazu die Chansons der Band „Moi Et les Autres“ mit Juliette Brosset, da fühlten sich die Feinschmecker wohl. Warum nicht ein Bier statt Wein zu diesen feinen Speisen? Eine Kostprobe gab Hans-Jörg Mayer, Braumeister der ältesten und gleichnamigen Privatbrauerei in der Pfalz, der den Besuchern erklärte, weshalb Bierbrauen ein Handwerk ist und es bleiben soll. „Man muss es einfach nur probieren“, sagte Sven Ihlenfeld und nahm einen Schluck des kühlen, vollmundig süffigen Stammhaus-Biers. Die Vielfalt der Kulinarik kannte keine Grenzen. Auch Spezialitäten aus Nordafrika und Marokko, aus dem Kaukasus, Armenien und aus Lappland zählten diesmal zum Angebot. Warum nicht einmal geräucherte Elchwurst oder Schwedische Waffeln mit Moltebeeren? Das Außergewöhnliche stand bei der Degustationsmesse im Mittelpunkt. Das Besondere ihrer Weine stellten in Niederkirchen acht Winzer – das Weingut Bach-Frobin, Stefan Reinhardt, Martin und Georg Fußer, Franz-Josef Zech, Ernst Weisbrodt, Simon und Gabriel Scheuermann, Seckinger und „Die Weinmacher“ – an ihren sechs Verkostungsstandorten in den Mittelpunkt. Sie bewiesen den Schulterschluss und ließen keine Wünsche bei den Weinliebhabern offen. Frische, filigrane, mineralische Weißweine, aber auch trocken im Barrique veredelte Rotweine hatten sie als Begleiter zu den köstlichen Speisen ausgewählt. Und so suchten bei dem sommerlichen Wetter nach dem Besuch Deidesheims etliche Gäste den Abschluss bei den Winzern in Niederkirchen. „Wir sind mit dem Fahrrad unterwegs, da können wir gerne auch etwas probieren“, meinte Gerda Wenzel. So hieß denn für viele die Devise: von der „Stadt der Genüsse “weiter zu den vinokullischen Erlebnissen im Nachbardorf ... (wij)

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