Neustadt 32-mal eingebrochen

Die Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Haßloch zeigt für das Jahr 2015 einen Anstieg der Straftaten von rund zwölf Prozent an. Dennoch sei es in der Verbandsgemeinde nach wie vor verhältnismäßig ruhig, versicherte Jochen Gleich, Erster Kriminalhauptkommissar der Polizeiinspektion Haßloch, bei der jüngsten Verbandsgemeinderatssitzung in Deidesheim.
Von den 2123 im vergangenen Jahr erfassten Vergehen im Zuständigkeitsbereich der Haßlocher Polizei, das heißt in Haßloch und der Verbandsgemeinde Deidesheim, entfielen nur 25 Prozent (534 Fälle) auf das Gebiet der Verbandsgemeinde. Erfreulich sei auch die allgemeine Aufklärungsquote von 50 Prozent. Ein Rückgang gebe es bei den Rohheitsdelikten – von 122 (2014) auf 92 – und den „leichten Diebstählen“, von 114 (2014) auf 88 Fälle. Mit 92 schweren Diebstahlsfällen, darunter 32 Wohnungseinbrüche, sei die Zahl der Fälle in dieser Rubrik weiterhin sehr hoch und die Aufklärungsquote liege hier nur bei zwölf Prozent. „Verdächtiges Vorgehen und Verhalten sollte der Polizei umgehend gemeldet werden“, appellierte Gleich. So konnte beispielsweise, aufgrund hilfreicher Hinweise aus der Nachbarschaft, ein Einzeltäter gefasst werden. 2015 kam es auch zu drei Sexualdelikten, wobei es um Kindesmissbrauch im familiären Umfeld ging. Zudem wurden auch sechs Fälle von Rauschmittelanbau bekannt. Einen weiteren Anstieg, von 127 (2014) auf 181 Fälle, gab es bei den „sonstigen Straftaten“ wie Sachbeschädigungen, Beleidigungen oder Graffiti-Sprayer. Mit rund sechs Prozent schlägt die Internetkriminalität in der Kriminalstatistik zu Buche. Jedoch sei zurzeit eine Zunahme von Rechtsextremismus nicht erkennbar, so Gleich. (vnl)