Neustadt 25 Jahre für die Kinder da

25 Jahre Kinderschutzbund Neustadt-Bad Dürkheim – das feierte der Verein gestern natürlich mit Kindern. Die 2a der Ostschule bereicherte die Jubiläumsfeier im Casimirianum mit Musik- und Wortbeiträgen.
„Früher war alles besser – das gilt hier nicht.“ Christian Zainhofer, der Vorsitzende des Landesverbandes des Kinderschutzbundes aus Landau, lobte den rührigen Ortsverein, der viel dazu beitragen habe, dass gewaltfreie Erziehung mittlerweile die Regel und Ganztagesschulen akzeptiert seien. Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer sprach von einem starken Partner von Stadt- und Kreisverwaltung, der Kinder beschütze und Eltern unterstütze. Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld nickte zustimmend. Ulrike Nickel, die Vorsitzende des Vereins mit über 160 Mitgliedern und fast 200 ehrenamtlichen Helfern, kündigte an, die Geburtstagsfeier zu nutzen, um ein Angebot des Kinderschutzbundes ausführlicher vorzustellen. Das übernahm Ursula Gajewski, eine von fünf hauptamtlichen Mitarbeitern bei dem Verein mit einem Jahresetat von rund 180.000 Euro. Sie stellte den sogenannten Begleitenden Umgang vor. Dabei wird versucht, Kinder, die nach einer Trennung den Kontakt zu einem Elternteil verloren haben, zu unterstützen. „Es gibt in Deutschland 170.000 Scheidungskinder im Jahr, davon haben nach einem Jahr 40 Prozent keinen Kontakt mehr zu Vater oder Mutter“, so Gajewski. Der Kinderschutzbund Neustadt-Bad Dürkheim versuche im Jahr bei rund 50 Familien mit bis zu 70 Kindern wieder einen regelmäßigen Kontakt aufzubauen. Bei der Hälfte der Fälle gelinge dies. (wkr)