Neustadt 180 Minuten Hoffnung

Neustadt. 180 Minuten Hoffnung. Vielleicht auch weniger. Für den 1. FC 08 Haßloch und den VfL Duttweiler können in der Fußball-A-Klasse Rhein-Mittelhaardt schon am Sonntag die Messen gesungen sein. Die einen zittern um Platz zwei, die anderen um den Ligaverbleib.
Verletzungsbedingte Umstellungen in der Abwehr führten dazu, dass sich der beim TuS Friedelsheim zu Beginn unsortiert darstellte. Als Folge lag die Elf von Ex-Profi Wolfgang Trapp nach einer Viertelstunde mit 0:2 zurück. Danach kam sie besser in die Partie, vergab aber beste Chancen. Statt Friedelsheim in der Tabelle zu überholen und auf den viertletzten Rang vorzurücken, beträgt der Rückstand nun vier Punkte. Da drei Teams sicher absteigen, kann schon am Sonntag die Teilnahmeberechtigung für ein weiteres Jahr in der A-Klasse ablaufen. Gegen den Tabellenfünften SpVgg Rödersheim zählt allein ein Sieg (ab 15 Uhr). „Wir müssen gewinnen“, sagt Trapp. „Vielleicht haben wir noch eine Chance – vielleicht ist es auch rum.“ Das gilt ebenso für den . Das Team von Trainer Markus Schuler muss die beiden verbleibenden Partien beim ASV Harthausen (ab 15 Uhr) und gegen die TSV Lingenfeld für sich entscheiden und hoffen, dass die auf den Rängen zwei und drei notierten FV Berghausen und FV Heiligenstein sich eine Blöße geben. Schulers Anspannung dürfte noch einmal höher sein als die seiner Spieler – am Rundenende legt er für mindestens ein Jahr eine Pause ein. Er weiß, dass der Traum von der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga wohl platzt. „Man hat schon sehr viel erlebt im Fußball“, sagt er aber. Seine Forderung: „Alles andere als ein Sieg wäre enttäuschend.“ Im Unterschied zum Spiel gegen Phönix Schifferstadt II hat sich die personelle Lage entspannt. Ob das beim auch so ist? Mangels Masse trat das Schlusslicht beim FV Heiligenstein gar nicht erst an. Zu Beginn der Woche betonte der Zweite Vorsitzende Wolfgang Seiberth, dies sei eine Ausnahme gewesen. Am Sonntag (15 Uhr) sollte beim TuS Mechtersheim II also eine Mannschaft aus Maikammer auf dem Rasen stehen. Für den ist es durch das 1:2 in Hainfeld ungemütlich geworden. Ein Punkt Vorsprung auf den Viertletzten Friedelsheim, das ist kein Ruhekissen. Doch kann die Elf von Interimstrainer Roland Fecht am Sonntag, 15.30 Uhr, eine große Ladung Daunen in dieses Kissen stopfen – Gast in Hambach ist eben jener TuS Friedelsheim. Ein Sieg, und der Klassenverbleib ist sicher. „Die Moral stimmt“, sagt Fecht.