Neustadt 120 Unterschriften für das Wäldchen

Das Wäldchen.
Das Wäldchen.

Der Disput um den Standort für das neue Feuerwehrgerätehaus in Lachen-Speyerdorf schwelt weiter. Bürger Martin Linzenmeyer hat gestern in der Stadtratssitzung an Oberbürgermeister Hans Georg Löffler eine Liste mit 120 Unterschriften überreicht. Die Unterzeichner sprechen sich gegen das Projekt aus, weil eine Parkanlage mit Bäumen für das Projekt weichen soll.

„Das ist die grüne Seele des Ortes, das Wäldchen muss erhalten bleiben. Es muss doch einen anderen Standort für die Feuerwehr geben“, so Linzenmeyer. Für viele Bewohner des Seniorenheimes sei die Grünzone ein wichtiger Erholungsraum. OB Löffler sagte: „Ich verstehe die Bürger, aber Politik muss auch abwägen und entscheiden. Das haben wir getan.“ Er sicherte zu, dass erneut geprüft werde, welche Bäume man erhalten könne. Vor der Sitzung hatte Umweltdezernentin Waltraud Blarr (Grüne) gegenüber der RHEINPFALZ erneut den Vorschlag gemacht, den angrenzenden Bolzplatz zu verlegen oder aufzugeben, um das Gelände für das Feuerwehrgerätehaus zu nutzen. Dass der Ortsteil eine neue Feuerwehr brauche, stelle sie nicht in Frage. „Ich würde mich aber auch freuen, wenn Ortsvorsteher Claus Schick die nachvollziehbaren Emotionen Lachen-Speyerdorfer Bürger hinsichtlich des drohenden Verlustes des Wäldchens nachvollziehen könnte und konstruktiv an einer Lösung mitwirken würde“, so Blarr. Claus Schick (SPD) ist empört über die erneute Diskussion: „Es gibt keinen anderen Standort. Das haben wir geprüft. Das gilt auch für den Bolzplatz, der im Übrigen nicht überflüssig ist.“ Die Grundsatzbeschlüsse seien getroffen. „Wenn die Stadt verhindern will, dass ein Großteil des Löschzugs der Feuerwehr von Lachen-Speyerdorf den Dienst quittiert, dann setzt sie schnell die Planung um“, so Schick. Vertreter von CDU und FDP betonten, dass ja bei der Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan noch Zugeständnisse gemacht werden könnten.

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