Neustadt
IGS Deidesheim: Neuer Platz für Schulhof
Wenn die Schüler der siebten bis 13. Klasse der Integrierten Gesamtschule (IGS) Deidesheim-Wachenheim nach den Ferien wieder in den Deidesheimer Schulstandort kommen, hat sich einiges verändert. Der Südtrakt des Gebäudes wurde abgerissen, weitere Container wurden aufgestellt und der Schulhof wurde verlagert.
Es sind die ersten Arbeiten zu der bereits 2014 von den Mitgliedern des Kreistags Bad Dürkheim beschlossenen Erweiterung der IGS am Standort Deidesheim. Notwendig ist die Erweiterung, weil die IGS am Standort Deidesheim seit dem Schuljahr 2014/2015 eine Oberstufe hat und deshalb der vorhandene Platz nicht mehr reichte. Wegen Platzmangels werden die Schüler seit 2017 teilweise in Containern unterrichtet.
Das Gebäude in der Bürgermeister-Oberhettinger-Straße besteht aus einem Süd- und einem Nordtrakt sowie einem Zwischengebäude. Ursprünglich war vorgesehen, den Südtrakt zu sanieren und zu erweitern. Bei der Planung stellte sich jedoch heraus, dass ein Abriss und Neubau dieses Gebäudeteils wirtschaftlicher wäre. Die Umplanung und vor allem ein etwa ein Jahr dauernder Streit zwischen dem Landkreis Bad Dürkheim und dem Land über die Höhe des Landeszuschusses für die Planungen führten dazu, dass nicht wie vorgesehen 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden konnte.
Kosten: 17 Millionen Euro
Im Mai vergangenen Jahres schließlich einigten sich Land und Kreis auf Betreiben des Zweiten Kreisbeigeordneten Sven Hoffmann (CDU) auf einen Kompromiss. Daraufhin wurden die Planungen fortgesetzt, und in den Ferien wurde nun mit den Bauarbeiten begonnen.
Der Südtrakt, der im südöstlichen Bereich des Schulgeländes ist, ist abgerissen. Nach Angaben von Sina Müller, Sprecherin der Kreisverwaltung, sollen die Restarbeiten bis zum Schuljahresbeginn abgeschlossen sein. Da dieser Gebäudeteil nicht mehr zur Verfügung steht, wurden weitere Container für den Unterricht aufgestellt.
Arbeiten zum Schulbeginn fertig
Der Schulhof werde während des vorgesehenen Neubaus des Gebäudeteils als Lagerstätte für Material, für Bauwagen und ähnliches benötigt, berichtet Müller. Deshalb solle während der Bauphase eine freie vorhandene Fläche als Schulhof genutzt werden. Dieses Gelände wurde mit Recyclingmaterial verdichtet und dann geschottert. Auch diese Arbeiten sollen bis zum Beginn des Schuljahres fertig sein.
Mit Bauarbeiten geht es aber weiter. Es folgen nun die Vorbereitungen für den Neubau. Die Planung sieht vor, dass Neubau und Sanierungsarbeiten bis 2024 dauern werden. Insgesamt werden 17 Millionen Euro investiert. Ursprünglich waren 15,9 Millionen Euro veranschlagt gewesen. Von den 17 Millionen Euro entfallen knapp 2,9 Millionen Euro auf Planungskosten. An denen hat sich das Land mit 829.000 Euro beteiligt. Der Abriss des Gebäudeteils hat 230.000 Euro gekostet. Die Container schlagen mit 450.000 Euro zu Buche. 50.000 Euro kostet die Verlegung des Schulhofs.