Idar-Oberstein
Steuern sprudeln – Haushalt erstmals seit Jahrzehnten im Plus
Detailliert öffentlich gemacht werden die Zahlen erst in der Sitzung des Hauptausschusses der Stadt am 17. November. Doch erstmals seit Jahrzehnten wird Idar-Oberstein 2022 wohl keine neuen Kredite aufnehmen müssen. Die Verwaltung rechnet mit einem Überschuss von etwa 100 Millionen Euro. Der Grund: „Erheblich gestiegene Steuereinnahmen, die laut den Vorausleistungs-Messbescheiden für das laufende wie auch das Haushaltsjahr 2022 um rund 200 Millionen ansteigen“, wie es in einer Mitteilung heißt.
„Mit Bedacht und Augenmaß“
„Vorrangiges Ziel sollte es nunmehr sein, Idar-Oberstein langfristig und nachhaltig zukunftsfähig aufzustellen und zu entschulden. Vor allem im Hinblick auf die kommenden Generationen“, sagt Oberbürgermeister Frank Frühauf. Um die Stadt finanziell unabhängiger zu machen, sei es wichtig, alle anstehenden Entscheidungen „mit Bedacht und Augenmaß“ zu treffen und nicht in „blinden Aktionismus“ zu verfallen.
Frühauf spielt damit auf absehbare Mindereinnahmen an, etwa die steigende Kreisumlage und höhere Gemeindeanteile an den Personalkosten in den Kindertagesstätten freier Träger. Ferner werde die Stadt weniger Zuweisungen für Investitionen erhalten, da sie sich nicht mehr in einer Haushaltsnotlage befinden wird.
Ältestenrat stimmt Stadtspitze zu
In einer nichtöffentlichen Sitzung des Ältestenrates stimmten die Fraktionsvorsitzenden den Grundaussagen der Stadtspitze und der Kämmerei zu. Das Fazit: Die Schuldentilgung sowie die Umsetzung von bereits beschlossenen Maßnahmen sollen im Vordergrund stehen.