Birkenfeld RHEINPFALZ Plus Artikel Acht Kandidaten bewerben sich bei Landratswahlen am 24. September

Der Wahlkampf im Kreis Birkenfeld geht in den Endspurt. An zahlreichen Plätzen, wie hier in Baumholder, häufen sie die Plakate d
Der Wahlkampf im Kreis Birkenfeld geht in den Endspurt. An zahlreichen Plätzen, wie hier in Baumholder, häufen sie die Plakate der acht Kandidaten.

Im Kreis Birkenfeld sind rund 64.000 Wahlberechtigte an diesem Sonntag aufgerufen, einen neuen Landrat zu bestimmen. Acht Bewerber, davon vier Frauen, sind zur Wahl des Kreischefs zugelassen. Wegen der Vielzahl an Kandidaten gehen Beobachter von einer Stichwahl aus, die für den 15. Oktober vorgesehen ist. Am Dienstag hatten bereits mehr als 11.000 Briefwähler ihre Stimme abgegeben.

Erforderlich wurde die Wahl, nachdem Landrat Matthias Schneider (CDU) wegen Dienstunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen Ende Juni aus dem Amt geschieden ist. Für den 61-jährigen Schneider, der die Landratswahl 2019 mit 59,2 Prozent gegen drei Mitbewerber für sich entschieden hatte, wäre die reguläre Amtszeit erst 2027 geendet. Seit Juli führt der erste Kreisbeigeordnete Bruno Zimmer (SPD) kommissarisch die Geschäfte der Kreisverwaltung in Birkenfeld.

Das Kandidatenfeld umfasst neben Kommunalpolitikern auch eine Reihe von Einzelbewerbern. Weder die Grünen noch die Linke, die im Kreistag vertreten sind, haben Kandidaten benannt.

Stadtbürgermeister von Birkenfeld tritt an

Miroslaw Kowalski (58) tritt für die CDU an. Der Betriebswirt und Pädagoge, seit 2014 Birkenfelder Stadtbürgermeister, setzte sich auf dem Kreisparteitag Ende Juli gegen Frederik Grüneberg, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Idar-Oberstein, durch. Bei der Landtagswahl 2021 unterlag Kowalski, der dem Kreistag angehört, sehr knapp dem SPD-Kandidaten.

Für die SPD, die bis 2011 den Birkenfelder Landrat stellte, geht die parteilose Caroline Pehlke (39) ins Rennen. Seit 2019 ist Pehlke, die in ihrer Freizeit Feldhockey spielt, bei der Stadtverwaltung Idar-Oberstein für Wirtschaftsförderung zuständig. Bei den Sozialdemokraten war auch der Bundestagsabgeordnete Joe Weingarten gehandelt worden.

Kandidat der Freien Wähler ist Rouven Hebel. Der 49-jährige Polizeibeamte ist Ortsbürgermeister von Berschweiler und erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Baumholder.

Matthias Keidel tritt für FDP an. Der 30-Jährige aus Kirschweiler ist Referent Öffentlichkeitsarbeit der FDP-Landtagsfraktion in Mainz und Vorsitzender der Kreistagsfraktion. Ohne Erfolg hatte er sich für die Freidemokraten 2021 um einen Sitz im Landtag beworben.

Auch Bewerberin aus Kreis Kusel

Für die satirische „Die Partei“ bewirbt sich Jeanette Geßner (45) aus Welchweiler im Kreis Kusel. Sie war einige Jahre Streetworkerin in der Verbandsgemeinde Birkenfeld und arbeitet derzeit in einem Arbeiterwohlfahrt-Projekt in Kaiserslautern.

Als Einzelbewerber kandidieren Manuela Petry (Beckingen), Katrin Schwarz und Stefan Worst (beide Idar-Oberstein). Petry (52) ist Verwaltungsangestellte bei der Verbandsgemeinde Birkenfeld, kommunalpolitisch ist sie bislang jedoch noch nicht in Erscheinung getreten. Die Diplom-Verwaltungswirtin Schwarz (59) ist stellvertretende Leiterin des Jugendamtes Idar-Oberstein.

Stefan Worst sitzt für die SPD im Kreistag. Der 61-jährige Projektleiter verließ im Frühjahr nach Querelen die SPD-Fraktion im Stadtrat Idar-Oberstein. Auch als Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Birkenfeld trat er zurück.

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