Mannheim / Heidelberg Plakataktion gegen Tierversuche
Michéle Dressel-Macfadden von der Kurpfälzer Arbeitsgruppe hatte die Botschaften in enger Zusammenarbeit mit der Zentrale des Vereins „Ärzte gegen Tierversuche“ in die Region geholt. „Den meisten Menschen ist zwar bewusst, dass es Tierversuche gibt, nicht aber, dass diese auch in ihrer direkten Nachbarschaft durchgeführt werden – wie in den Laboren von BASF und an den Universitätskliniken sowie dem Deutschen Krebsforschungszentrum“, sagt sie.
Tiere seien den Menschen so ähnlich, dass Versuche allein ethisch nicht vertretbar seien. „Darüber hinaus sind wir so unterschiedlich, dass es wissenschaftlich keinen Sinn ergibt, diese Leben zu opfern“, meint Susan Moynihan von der Arbeitsgruppe. Die Plakataktion wolle genau darüber aufklären, ergänzt Barbara Schneider. Deshalb stehe auf den Plakaten zum Beispiel der Hinweis auf eine Internetseite, auf der Tierversuche aus der jeweiligen Stadt beschrieben werden. „Wir wollen darauf auch aufmerksam machen, dass viele Tierversuche durch Steuergelder finanziert werden“, sagt Wulf-Dieter Heintz. Er fordert tierleidfreie Forschungsmethoden in den Bereichen der Biomedizin und Biowissenschaft.
Während über das Pro und Contra von Tierversuchen gestritten wird, seit Tiere in Laboren sterben, sei kaum bekannt, dass die Praxis der Tierversuche auch für Tiere tödlich endet, die gar nicht für Versuche genutzt würden, ergänzt Michéle Dressel-Macfadden. „Die bedauernswerten Geschöpfe nennt man Überschusstiere.“ Gemeint sind damit Lebewesen, die nicht die gewünschte Genveränderung aufweisen, die zu alt sind oder einfach das falsche Geschlecht haben – und millionenweise im Müll landen.