Wasserball Zweite Liga: WSV Vorwärts Ludwigshafen peilt Platz zwei an
Im Fernduell mit dem Post SV Nürnberg sind die Ludwigshafener am Samstag, 20.15 Uhr, beim VfB Friedberg auf Schützenhilfe angewiesen. Schon vor dem eigentlichen Saisonabschluss können sie mit der Spielzeit überaus zufrieden sein. Vor der Saison sind zahlreiche Leistungsträger ausgeschieden: Unter anderem beendete Top-Torjäger Martin Görge seine Karriere. Es folgte der Trainerwechsel auf das Vater-Sohn-Duo Andreas und Oliver Görge, wobei Sohn Oliver als Spielertrainer die Hauptverantwortung trägt und Vater Andreas mit der notwendigen Lizenz am Beckenrand steht. Unter diesen Vorzeichen war nicht mit einem Medaillenplatz zu rechnen.
Den hat der WSV zumindest schon sicher. Er hat den Ex-Erstligisten SV Weiden auf Rang vier bereits entscheidend distanziert. Und aus der sicheren Bronze- kann am Samstag sogar eine Silbermedaille werden. Dafür müssen die Ludwigshafener auf Meister SC Neustadt bauen. Die treten zum Saisonabschluss beim Post SV Nürnberg an und können die Tür mit einem Sieg für den WSV Vorwärts Ludwigshafen aufstoßen. Der müsste dann allerdings noch hindurchgehen, das ist beim VfB Friedberg jedoch keineswegs selbstverständlich. Schon im Heimspiel hatte sich der WSV gegen das Team von Trainer-Fuchs René Reimann extrem schwergetan und einen knappen 15:14-Erfolg über die Zeit gerettet. Auch im Halbfinale um den Süddeutschen Pokal waren die Hessen kein allzu angenehmer Gegner. Mit dem Heimvorteil für den VfB, der sein letztes Heimspiel der Saison in Bad Nauheim sicher gerne gewinnen würde, wird die Aufgabe sicher nicht leichter.
WSV-Trainer Oliver Görge geht trotzdem selbstbewusst ins letzte Saisonspiel, auch wenn er dafür einmal mehr weit von der Bestaufstellung entfernt ist. Mit Jens Feddeck, Michael Burger und Johannes Schmitz fehlen ihm drei Akteure aus der Stammformation. „Aber wir werden alles geben, um doch noch Silber zu erreichen“, kündigte er an. Mit dieser Einstellung haben die Ludwigshafener schließlich ihr erstes Saisonziel bereits erreicht: Sie blieben nach regulärer Spielzeit in den Heimspielen ohne Niederlage und verhinderten mit dem 22:22 nach vier Vierteln gegen den SC Neustadt dessen makellose Punkteausbeute, auch wenn der SC Neustadt das anschließende Fünf-Meter-Werfen für sich entschieden hat. Für den SC Neustadt hoffentlich der einzige Punktverlust in dieser Saison.