Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel Zweite Bundesliga: BASF TC Ludwigshafen besiegt BW Homburg und erreicht das große Ziel

Souverän: Marin Bassols Ribeira.
Souverän: Marin Bassols Ribeira.

Die Damen des BASF TC Ludwigshafen können schon für ein weiteres Jahr in der zweiten Tennisbundesliga planen.

Im Heimspiel gegen BW Homburg siegten die Ludwigshafenerinnen 7:2 (4:2) und sind mit dem dritten Saisonsieg damit endgültig in trockenen Tüchern. Mannschaftsführerin Selina Dal hat daran einen großen Anteil. Ein spektakulärer Stoppball, der den Matchball brachte und ein verwandelter Vorhandtopspinvolley fast von der Grundlinie zum Sieg – Dal spielte auch ein bisschen für die Zuschauer.

Ihr 6:0, 6:1 gegen Sofia Markova war mehr als das 2:0 für die Gastgeberinnen. Es war ein Ausrufezeichen und zugleich auch fast schon ein bisschen Gewohnheit. Denn Siege der Ludwigshafener Mannschaftsführerin werden beim BASF TC fast schon als Normalität abgehakt. Fünf Siege aus fünf Einzeln stehen in dieser Saison für die gebürtige Mainzerin zu Buche.

Sieben von sieben lautete die Bilanz im Vorjahr. „Kannst Du dich erinnern, wann Selina ihr letztes Einzel in der Liga verloren hat?“, wollte deshalb ein Zuschauer von seinem Sitznachbarn wissen. „Hat sie überhaupt schon mal verloren?“, folgte die Gegenfrage. Tatsächlich liegt die Frage nahe.

Dal fühlt sich wohl

„In der Liga fühle ich mich immer besonders wohl. Es ist noch einmal etwas anderes, wenn eine Mannschaft hinter dir steht“, so Dal nach dem Match gegen Markova. Aber auch sie ist in der Liga nicht unbesiegbar. Wobei die letzte Niederlage, im Matchtiebreak im Auswärtsspiel gegen Amelia Bisset vom TC Aschheim mittlerweile schon zwei Jahre zurückliegt.

„Insgesamt habe ich gerade eine gute Serie. Ich fühle mich in der Liga pudelwohl“, erklärte Dal mit einem breiten Grinsen nach ihrem zwölften Einzelerfolg in Serie. Dafür opfert sie sich gerne auf. „Ich bin nach einem Ermüdungsbruch noch nicht wieder völlig schmerzfrei“, verriet sie. „Aber für die Mannschaftsspiele muss es halten.“

Offensichtlich gelingt der 24-Jährigen, die im März ihr letztes Future-Turnier gewonnen hatte, diese Trennung gut. „Das war ein sehr solides Spiel. Ich bin zufrieden“, erklärte Dal. Und die Mannschaft zahlte diese Energieleistung zurück. Für Dal keine Überraschung. „Wir haben zwar die beiden ersten Matches unglücklich verloren, aber wir haben trotzdem immer an uns geglaubt und die Stimmung in der Mannschaft war immer nur positiv.“

Zwei Siege nach den beiden Auftaktniederlagen waren dabei die fast schon logische Folge. Und mit dem Erfolg über Schlusslicht Homburg der praktisch schon perfekte Klassenerhalt. Der war allerdings nicht ganz so deutlich, wie sich die rund 200 Zuschauer schon nach der ersten Einzelrunde waren.

„Das wird heute ein kurzes Spiel“, vermutete ein Besucher nach den ersten gespielten Einzeln. Nicht nur Dal siegte letztlich leicht, sondern auch Marin Bassols Ribeira gab beim 6:0, 6:1-Erfolg gegen Lian Tran kaum einmal einen Punkt ab, gewann. „Wir haben sowieso immer an uns geglaubt“, so Dal. Das 1:6, 1:6 von Charlotte Keitel gegen Lena Greiner und ein 3:6, 3:6 von Julia Adams im Anschluss verhinderten nicht den erwarteten Sieg. „Jetzt wollen wir diese Saison auch noch ruhig zu Ende spielen“, kündigte Dal an. Der Favoritensieg gegen Homburg sei dabei lediglich ein Zwischenschritt gewesen.

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