Ludwigshafen Zwei Siege für das Gemüt

Jana Braun (links), Spielertrainerin bei den Faustballerinnen vom TB Oppau, gab im Vorfeld der Begegnungen gegen Dörnberg und La
Jana Braun (links), Spielertrainerin bei den Faustballerinnen vom TB Oppau, gab im Vorfeld der Begegnungen gegen Dörnberg und Langen eine klare Marschroute vor: zwei Siege sollten her. Das gelang ihren Spielerinnen, trotz einiger Unkonzentriertheiten.

«Ludwigshafen.» In der Jahnstraße herrschte wie im Rest der Republik ein für Sportreibende unsägliches Wetter: Eine erbarmungslose Hitze, das dadurch knochentrockene Spielfeld und jede Menge versprungene Bälle prägten das Bild auf der Oppauer Anlage. Groß klagen wollten die Spielerinnen darüber allerdings nicht. „Mit Dörnberg und Langen empfangen wir zwei Gegner, die wir absolut schlagen können, wenn nicht sogar müssen“, machte TBO-Spielertrainerin Jana Braun bereits im Vorfeld deutlich. Zusammen mit ihren Mannschaftskolleginnen kam sie aber nur schleppend in Tritt. Der erste Satz war aufgrund vieler Unkonzentriertheiten des TBO ein wahrer Kraftakt, dennoch stand es am Ende 13:11 für Oppau. Auch im zweiten Satz unterliefen beiden Mannschaften immer wieder leichte Fehler. Das Positive: Die Oppauerinnen produzierten deutlich weniger Missgeschicke, als ihre Gegnerinnen. Der am Ende ungefährdete 3:0 (13:11; 11:9; 11:7)-Erfolg war die logische Konsequenz. Zufrieden war Braun mit der gezeigten Leistung aber dennoch nicht: „Es liegen manchmal Welten zwischen unseren Auftritten. An einem Spieltag sind wir richtig gut und dominieren, am anderen krebsen wir rum und rufen einfach nicht unsere Leistung ab. Heute ist die zweite Kategorie dran“, ärgerte sie sich, gab gleichzeitig aber auch zu: „Wir passen uns zu oft dem Niveau unserer Gegner an. Wichtig sind hier die zwei Punkte.“ Deutlich konzentrierter gingen die Oppauerinnen, die neben Braun mit Lara Storck, Franziska Sauer, Vanessa Huber und Sandra Hanke im Feld starteten und von Tanja Appel und Vanessa Barkmann ergänzt wurden, das Duell gegen den TV Langen an. Eine sichere Abwehr – angeführt von der fehlerfrei agierenden Storck – ein kraftvolles Angabespiel von Hanke und zahlreiche individuelle Fehler der Hessinnen trugen zum Erfolg des TB Oppau bei. Zu Punkten kam der TV Langen nur, wenn die Oppauerinnen zu leichtsinnig spielten. Der letztlich genauso verdiente wie nötige 3:0 (11:5; 11:7; 11:5)-Sieg, brachte dem TBO ein ausgeglichenes Punktekonto und einen Platz im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. „Endlich haben wir mal zwei Spiele für uns entscheiden können und die dann auch noch zu null. Das war dringend nötig, vor allem für unser Gemüt“, freute sich Hanke. Denn selbstverständlich waren die beiden Erfolge in ihrer Deutlichkeit, trotz aller vorab getroffenen Zielvorgaben, nicht. „Wir haben solche Spiele auch schon verloren. Gerade bei diesen Platzverhältnissen. Der Ball ist zwar gesprungen, aber die Richtung war immer eine Lotterie“, sagte Hanke, die weiß, dass es wichtig ist, gerade in solchen Partien bis zum letzten Punkt das eigene Spiel durchzuziehen.

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