Ludwigshafen Zuverlässige Helfer
„Zeichen setzen“ will das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit der neuen Kampagne. In Ludwigshafen hat die größte deutsche Hilfsorganisation am Samstag im Rathaus-Center gezeigt, wie vielfältig ihr Engagement ist, und um Unterstützer geworben.
Hannelore Herbe weiß, was sie am DRK hat. Sie ist schon 89. Mit ihrem Rollator machte die Rentnerin aus der Gartenstadt beim Einkaufen einen Stopp an den gut besuchten Ständen der Kampagne. Den Hausnotruf, den das Rote Kreuz ihr zur Verfügung gestellt hat, hat sie schon dreimal benutzen müssen: „Jedes Mal ist sofort jemand gekommen.“ Die komplizierte Technik und Organisation, die hinter dieser schnellen und effizienten Hilfe steckt, führte Edda Hellener als Hausnotrufbeauftragte geduldig vor. Doch nicht nur Informationen boten die Stände des DRK. Ganz praktisch konnte man auch den Blut- und Händedruck messen lassen. 500 Besucher nutzen das Informationsangebot. Zusammen mit Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU), die die Schirmherrschaft übernommen hatte, eröffnete Willi Dörfler, Vorsitzender des DRK-Kreisverbands Vorderpfalz, den Ludwigshafener Rotkreuztag. „Das Rote Kreuz als Symbol für Hilfe ist für die meisten Menschen ein Begriff. Mit der Kampagne wird das Rote Kreuz in all das verwandelt, wofür es steht“, formulierte Dörfler das Ziel der Aktion. Mehr als 17 Millionen Freiwillige und Mitglieder helfen in 190 Ländern. In Kreisverband und Altenhilfe Vorderpfalz sind 225 hauptamtliche Mitarbeiter und 308 Ehrenamtliche tätig. „So viel Engagement ist bewundernswert“, lobte Schirmherrin Lohse. Der 77-jährige Hans Leipold ist seit seinem achten Lebensjahr engagiert. Seine beruflichen Fähigkeiten als Kaufmann stellt er dem Ortsverein Mitte als Schatzmeister zur Verfügung. Mit Peter Scheib (38) und Julian Milosavlevic (19) erklärte er die Aufgaben, die die Mitglieder bewältigen: unter anderem Sanitätsdienst, Blutspenden und Katastrophenschutz. „Viele sehen die Arbeit des DRK als selbstverständlich an, wissen aber nicht, welche Logistik dahinter steckt“, meinte CDU-Stadtrat und Arzt Peter Uebel. (acd)