Ludwigshafen Zur Sache: „Lucation“ Hallenbad Nord

Seit 2013 wird das ehemalige Hallenbad Nord von der GML als Löschwasserdepot genutzt. Da viele Ludwigshafener noch eine enge Beziehung zum 2001 aufgegebenen Schwimmbad haben, hat Geschäftsführer Thomas Grommes früh entschieden, das denkmalgeschützte Gebäude an der Erzberger Straße immer mal wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies passiert etwa durch Führungen und seit Herbst 2016 auch bei Kulturveranstaltungen. Seither trägt das frühere Hallenbad Nord den Titel „Lucation“, den der Marketingverein verleiht. Es ist somit einer der besonderen Orte Ludwigshafens, an denen Kultur stattfindet. Weitere „Lucations“ sind das Depot Lu im Stadtteil Süd sowie die Leerguthalle der Firma Berkel in Rheingönheim. Am Freitag startet die GML nun von 18 bis 21 Uhr mit einer ersten eigenen Veranstaltungsreihe in der „Lucation“. Ohne „Fachchinesisch“ sollen in der Reihe Themen der Abfallwirtschaft besprochen werden. Der Titel zum Auftakt lautet „Problem Kunststoff? – Schwierigkeiten bei der Verwertung und in der Natur“. Grommes wird die maximal erlaubten 199 Gäste, die sich vorher anmelden müssen, begrüßen und ins Thema einführen. Neben einem Imbiss gibt es auch Jazzmusik vom Regina-Litvinova-Trio. Inhaltlich bestreiten den Abend Dirk Textor und Stephan Horch. Der 55-jährige Textor ist Kunststoff-Experte, war viele Jahre im Kunststoffrecycling tätig und ist seit 2000 selbstständig. Außerdem spricht Horch vom Clean-River-Projekt (cleanriverproject.de). Das Projekt ist ein gemeinnütziges Umwelt-, Kunst- und Bildungsprojekt, das sich für saubere Flüsse und Meere einsetzt.
