Ludwigshafen Zur Sache: Kondolenzbücher für die Opfer des BASF-Unglücks liegen aus

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Seit Dienstagmittag können sich Ludwigshafener Bürger in zwei Kondolenzbücher in den Rathäusern in Oppau und der Innenstadt eintragen und Angehörigen der Opfer des BASF-Unglücks ihr Beileid aussprechen. Die Anteilnahme ist groß, viele Einwohner haben sich bereits eingetragen.

So wie Ingrid Cambeis. Die Gartenstädterin war gestern unterwegs zur Post und hat die Gelegenheit genutzt, sich im Rathaus-Center in das Kondolenzbuch einzutragen. „Es ist wirklich schlimm, was da passiert ist“, sagt sie. Der Bruder und Schwiegersohn der 66-Jährigen arbeiteten auch bei der BASF, da mache man sich natürlich auch immer Gedanken. Deshalb könne sie sich auch nur zu gut vorstellen, wie es den Angehörigen der Opfer gerade gehen müsse. „So kurz vor Weihnachten ist das für die Angehörigen eine schreckliche Tragödie.“ Auch Roland Braun (70) hat sich gestern in das Kondolenzbuch im Oppauer Rathaus eingetragen. Dafür ist er extra aus der Pfingstweide gekommen. „Ich habe 50 Jahre bei der BASF gearbeitet und viele Brände erlebt“, sagt der ehemalige Rohrinstallateur. „Aber dieses Unglück ist besonders schrecklich.“ Er wechselte in seiner Hofeinfahrt gerade die Autoreifen und unterhielt sich mit seiner Nachbarin, als die beiden am Montagmorgen plötzlich einen lauten Knall hörten und dunklen Rauch aufsteigen sahen, der aus Richtung Industriehafen kommen musste. „Mein erster Gedanke war nur: ,Hoffentlich ist da niemand verletzt worden’“, sagt Braun. „Materiellen Schaden kann man immer ersetzen, ein Menschenleben aber nicht.“ Auf die Frage, warum er sich in das Kondolenzbuch eintrage, antwortet er nur: „ Ich finde es wichtig, den Familien der Opfer, ihren Freunden und auch den vielen Helfern Respekt zu erweisen.“ Fast eine Seite im Oppauer Kondolenzbuch ist schon beschrieben, ganz oben hat Ortsvorsteher Udo Scheuermann sein Beileid ausgedrückt. „Einige waren zwar schon da, aber ich hoffe, dass noch mehr kommen“, sagt Braun. Noch bis Ende der Woche sollen die Kondolenzbücher in den Rathäusern ausliegen, wie die Stadt auf Anfrage mitteilte. |xla

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