Ludwigshafen
Zur Sache: Die neue S-Bahn

Seit 9. Dezember ist die neue elektrische S-Bahn zur BASF in Betrieb. Nutzerzahlen möchte der Verkehrsverbund VRN noch nicht nennen. Eine jetzige Zwischenbilanz wäre „nicht aussagekräftig und verfrüht“. Insgesamt ist die Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und der Haltestelle BASF-Nord sechs Kilometer lang, die Gesamtkosten liegen bei 44,7 Millionen Euro. Der Konzern kümmerte sich um das vier Kilometer lange Teilstück auf dem Werksgelände und stellte dort 68 Oberleitungsmasten auf. Außerdem sind die BASF-Haltepunkte Süd, Mitte und Nord barrierefrei ausgebaut worden. Die Baukosten im BASF-Abschnitt liegen bei rund 29 Millionen Euro. 60 Prozent übernimmt der Bund, 25 Prozent das Land. Die BASF zahlt die restlichen 15 Prozent und die Planungskosten. Der zwei Kilometer lange Abschnitt außerhalb des Werksgeländes kostet aktuellen Angaben zufolge 15,7 Millionen Euro – davon 12,2 Millionen Bau- und 3,48 Millionen Planungskosten. Auch hier gilt: Der Bund trägt 60 Prozent der Kosten, das Land 25. An der Stadt bleiben 15 Prozent sowie nicht zuwendungsfähige Bau- und die Planungskosten hängen (5,6 Millionen Euro). Laut BASF wurde das mit Diesel betriebene Bahnangebot von 1300 Mitarbeitern täglich genutzt. Der Elektroantrieb ist schneller, komfortabler und ermöglicht die Einbindung ins S-Bahn-Netz, samt Direktverbindungen Richtung Germersheim und Kaiserslautern. Zu den Stoßzeiten fahren zwölf Züge. Tagsüber verkehrt die S-Bahn stündlich. Der VRN erwartet „mittelfristig eine deutliche Fahrgastzunahme“.
