Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Zur Sache: Das sagt das Gesundheitsamt zur Situation an der Karolina-Burger-Realschule

740 Jungen und Mädchen besuchen die Karolina-Burger-Realschule im Schulzentrum Mundenheim, zu dem auch das Heinrich-Böll-Gymnasi
740 Jungen und Mädchen besuchen die Karolina-Burger-Realschule im Schulzentrum Mundenheim, zu dem auch das Heinrich-Böll-Gymnasium zählt.

Zu den Tests an der Karolina-Burger-Realschule plus in Mundenheim gibt das beim Rhein-Pfalz-Kreis angesiedelte Gesundheitsamt keine gesonderte Auskunft. Fragen zum Ablauf der Massentestung und zu möglichen Konsequenzen – etwa eine Schulschließung – bleiben offen. Statt Antworten zu geben, wird die Anfrage der RHEINPFALZ zum Infektionsgeschehen an den Schulen sogar kritisiert. „Es wäre sehr schön, wenn die Presse die ohnehin knappen Kapazitäten nicht unnötig weiter strapazieren würde“, schreibt Kreissprecherin Kornelia Barnewald in ihrer Antwortmail an die Redaktion. Die Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamts konzentrierten sich auf das Aufklären der Fälle und darauf, den Menschen zu helfen und sie zu unterstützen. „Unser Fokus liegt auf der Unterbrechung der Infektionsketten. Zahlen, Statistiken und Auswertungen sind zurzeit verständlicherweise nachrangig.“

Keine konkreten Zahlen

Angaben zu betroffenen Schulen und Zahlen zu infizierten Schülern in Ludwigshafen und im Kreisgebiet gibt es demnach am Dienstagnachmittag seitens des Kreisgesundheitsamts nicht. In der Mitteilung heißt es lediglich, dass inzwischen mehrere Schulen im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts betroffen seien, die Situation sich stündlich ändere. „Grundsätzlich werden die positiv getesteten Personen sowie die Kontaktpersonen der Kategorie 1 in Quarantäne versetzt.“ Das seien üblicherweise die ganze Klasse und entsprechende Lehrkräfte, es könnten jedoch je nach Klassengröße, Mischung der Schüler bei klassenübergreifenden Fächern, klassenübergreifenden Kontakten im Pausenhof sowie privaten Kontakten mit Schülern aus anderen Klassen mehr Personen betroffen sein. Daher rühre auch die derzeit hohe Anzahl an Corona-Verdachtsfällen.

„Teilweise wurden auch ganze Jahrgänge in häusliche Absonderung geschickt“, schreibt Barnewald. Das seien jeweils Einzelfallentscheidungen, die mit der jeweiligen Schulleitung und dem Gesundheitsamt zusammen getroffen würden. „Ganze Schulen wurden in unserem Zuständigkeitsbereich bisher noch nicht geschlossen und wird soweit möglich auch vermieden.“

Die Tests der Kontaktpersonen sollten immer so schnell wie möglich erfolgen, aber eben frühestens zwischen dem fünften und siebten Tag. Doch wie allgemein bekannt sei, verzögerten sich inzwischen die kompletten Abläufe im Testgeschehen aufgrund des steigenden Infektionsgeschehens und der vielen Verdachtsfälle. Labore wie Testpersonal arbeiten laut Barnewald „auf Höchsttouren“.

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