Ludwigshafen Zur Sache: Bomben bei der BASF

Die BASF gehörte während des Zweiten Weltkriegs zum Konzern IG Farben. Das Werk in Ludwigshafen war kriegswichtig, dort wurden unter anderem Flugbenzin und Buna (künstlicher Kautschuk) hergestellt. Das machte Ludwigshafen zu einem Hauptangriffsziel. Die IG Farben war das meistbombardierte deutsche Unternehmen, wie in der Stadtgeschichte vermerkt ist. Bei Kriegsende 1945 waren 46 Prozent der Produktionsanlagen zerstört. Nach Angaben der BASF wurden während des Kriegs etwa 40.000 Bomben auf das Werksgelände geworfen. Die meisten Blindgänger wurden während des Kriegs und in der Nachkriegszeit entschärft. Seit 1978 wurden bei Bauarbeiten in der BASF knapp 40 Blindgänger in tieferen Erdschichten gefunden, die entschärft wurden. Im Februar 2013 waren Arbeiter auf der Baustelle der TDI-Anlage auf eine Fliegerbombe gestoßen, die detonierte. Der Blindgänger lag etwa drei Meter tief unter der Erde und wurde von einer Pfahlbohrmaschine getroffen. Zuvor war das Gelände untersucht worden. Bei dem Unfall wurde der Baumaschinenführer verletzt, konnte aber nach einigen Tagen das Krankenhaus wieder verlassen. 14 Fahrzeuge und umliegende Gebäude wurden beschädigt. Die Bauarbeiten wurden für einige Wochen eingestellt, damit der etwa vier Fußballfelder große Bauuntergrund noch einmal zusätzlich untersucht werden konnte. Mit Sonden wurde das Erdreich dabei bis in eine Tiefe von zehn bis 15 Metern abgesucht.
