Ludwigshafen Zur Person: Helge Timmerberg

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Beim Meditieren im Himalaya flüsterte ihm eine Stimme, dass er Journalist werden solle. Das war 1970, und der Hippie und Gitarrenspieler dachte eigentlich, die Seele von Jimi Hendrix sei in ihn gefahren. Bei der „Neuen Westfälischen Zeitung“ macht der Ostwestfale ein Volontariat, versuchte sich dann mit einem vegetarischen Restaurant in Bielefeld. Über das Atomendlager in Asse regte er sich so auf, dass er eine Grünen-Ortsgruppe mitbegründete und für den „Stern“ über Asse berichtete. Die Hamburger strichen ihm jedoch seine Witze raus, der „Playboy“ nicht. Der schickte ihn zum Interview zu Beate Uhse. In den 1980er-Jahren wurde Timmerberg für seine Reportagen und seine poetisch-schnoddrigen Reisegeschichten in „Tempo“, „Geo“ und „Merian“ bekannt. Nach einer Schaffenskrise mit 50 erfand er sich als Reiseschriftsteller neu und veröffentlichte seither 15 Bücher wie „Der Jesus vom Sexshop“, „Tiger fressen keine Yogis“ und die Autobiografie „Die rote Olivetti“. Heute lebt der Vater von drei Kindern in St. Gallen und Wien.

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