Ludwigshafen Zur Person: Alistair McDowall und „Pomona“

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Alistair McDowall wurde 1987 in Great Broughton im Nordosten Englands geboren. Für „Geniale Abenteuer“ („Brilliant Adventures“) wurde er 2011 mit dem Bruntwood Preis ausgezeichnet, einem in Großbritannien sehr angesehenen Preis, dem der größte Wettbewerb unter Stückeschreibern in Europa vorausgeht. Im Jahr darauf nahm Alistair McDowall mit „Geniale Abenteuer“ am Young Writers Festival des Londoner Royal Court Theatre teil. „Pomona“ wurde im Herbst 2015 am National Theatre in London aufgeführt, danach am Royal Exchange Theatre in Manchester. Ins Deutsche übersetzt wurde es von John Birke. Weitere Stücke von Alistair McDowall sind „Talk Show“ und „Captain Amazing“, ein unterhaltsames Ein-Personen-Stück über einen alleinerziehenden Vater, der für seine kleine Tochter in eine Supermann-Rolle schlüpft . Pomona ist in dem Stück der Name einer Betoninsel mitten in Manchester. Niemand wagt sich dorthin, weil hier spurlos Menschen verschwinden. Doch Ollie sucht ihre verschwundene Zwillingsschwester und ist fest entschlossen, das Rätsel um Pomona zu lösen. Am Ende ihrer Odyssee macht die junge Frau eine grausame Entdeckung. Oder war Ollie etwa nur die Marionette finsterer Mächte und Teil eines Computerspiels, in dem nicht zu unterscheiden ist, was virtuell und was real ist, wer handelt und wer wie eine Marionette nur Befehlen folgt? Seine Dramen versetzt Alistair McDowall gern mit Elementen aus Science fiction und Comic Strip. In „Pomona“ kommt auch Computerspielen eine große Bedeutung zu. „McDowall setzt seine dystopische Vision mit expressiver Wucht und dramaturgisch intelligent um. Ein finsteres, herausforderndes Stück“, urteilte „The Guardian“. „Pomona springt formal nicht nur in der Zeit hin und her, es verbindet auch Naturalismus mit Surrealismus“, schrieb „The Observer“. |huf

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