Buga23 RHEINPFALZ Plus Artikel Zur Eröffnung im sanierten Luisenpark nicht alles fertig

Das Pflanzenschauhaus erstrahlt in neuem Glanz.
Das Pflanzenschauhaus erstrahlt in neuem Glanz.

Der Luisenpark als zweiter Veranstaltungsort neben dem Spinelli-Areal zeigt zur Bundesgartenschau ein neues Gesicht. Doch mindestens in einem Bereich verzögern sich die Arbeiten.

Noch knapp zwei Wochen bis zur Eröffnung der Bundesgartenschau (Buga) 2023 in Mannheim – und der Luisenpark zeigt sich als Baustelle. Doch Michael Schnellbach, Buga-23-Geschäftsführer, ist zuversichtlich: „14 Tage sind im Messebau noch eine lange Zeit.“ Zwar spielt sich der Großteil der Bundesgartenschau auf dem Spinelli-Gelände ab, doch auch der traditionsreiche Luisenpark ist Teil der Veranstaltungsfläche.

Der 42 Hektar große Park, bereits 1975 Bundesgartenschau-Gelände, lockt jährlich über 1,2 Millionen Besucher in die Quadratestadt. Geplant und errichtet 1892 bis 1903 nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten, blickt der Park auf eine lange Geschichte zurück. Während Spinelli modern und zukunftsorientiert bespielt wird, spiegelt der Luisenpark die Vergangenheit und Geschichte des Landschaftsbaus wieder. „Sehr unüberschaubar, wuchtig und reichlich mit Blumen bestückt“, fasst es Schnellbach zusammen. Ein typischer englischer Landschaftsgarten eben. Zur Bundesgartenschau bekommt der Park noch mal ein ordentliches Facelifting.

Zur Neuen Parkmitte führt ein Durchbruch.
Zur Neuen Parkmitte führt ein Durchbruch.

Erkennbar ist die Umgestaltung bereits am Pflanzenschauhaus, wie Parkdirektor Joachim Költzsch zeigt. Das Haus stamme aus dem Jahr 1958 und sei zuletzt bei der Buga 75 saniert worden. Nun hat man dem Haus neue Glasfenster spendiert, die es weitaus moderner wirken lassen – man kann nun auch von außen hineinschauen und die Pflanzen sehen.

Durchbruch in eine neue Welt

Im Foyer des Pflanzenschauhauses wurde ein Durchbruch gemacht. Von dort aus gelangt man nun in die sogenannte Neue Parkmitte. Früher war dort der Betriebshof angesiedelt, nun erschließt sich hier ein neuer Bereich mit Durchgang am Pinguingehege vorbei bis zum Kutzerweiher. Das ehemalige Aquarium weicht einer neuen Unterwasserwelt, die allerdings erst im Mai fertig sein wird. Schnellbach: „Da hat uns der Krieg in der Ukraine einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Das Problem seien Lieferengpässe bei Baumaterialien.

Wenigstens die 1300 Quadratmeter große Voliere wolle man bis zur Eröffnung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fertigstellen. Sie ersetzt dann viele der kleinen Käfige. Noch werden letzte Arbeiten am Netz erledigt. Schnellbach: „Wir arbeiten an allen Tagen außer Karfreitag – da dürfen wir nicht.“ Die Vögel sind übrigens noch in Quarantäne, um keine Vogelgrippe einzuschleppen.

Pinguine in Quarantäne
Auf drei Ebenen können sich die Pinguine austoben.
Auf drei Ebenen können sich die Pinguine austoben.

Das betrifft auch die Humboldtpinguine, die noch immer im Frankfurter Zoo untergebracht sind. Ihr Gehege in Mannheim wird dreimal so groß sein wie vorher. Es befindet sich zwischen neuer Parkmitte und Kutzerweiher. „Die Pinguine können sich da richtig austoben“, sagt Költzsch. Das Gehege erstreckt sich über drei Ebenen und besitzt im Unterwasserbereich eine Anlage, die Meeresströmung simuliert. Im Landbereich gibt es nun Nisthöhlen – man hofft auf reichlich Nachwuchs bei den derzeit 28 Tieren. Einer der beliebtesten Plätze werde wohl die neue Brücke sein, von der aus man ins Gehege schauen und die Frackträger beobachten kann, vermutet Költzsch.

Auch das Schmetterlingshaus wurde zur Buga erweitert und nennt sich nun Südamerikahaus. Es zeigt Flora und Fauna des Kontinents und beherbergt neben Schmetterlingen unter anderem eine Boa constrictor, ein Kaiman-Pärchen und Krallenäffchen. Im Außenbereich gibt es einen Bauernhof und eine Alpaka-Wiese.

Die Großvoliere soll bis zur Eröffnung fertig werden.
Die Großvoliere soll bis zur Eröffnung fertig werden.

Auch die zwölf Partnerstädte Mannheims bekommen eine Fläche auf der Buga zugewiesen. Dafür haben die Kommunen ein Areal am Kutzerweiher selbst umgestaltet. Jede Stadt leistete einen individuellen Beitrag unter dem Motto der Weide. So gestaltete etwa das südfranzösische Toulon mehrere kleine Weiden-Gondeln. Aus dem chinesischen Zhenjiang, wo der Jangtsekiang den Großen Kanal schneidet, stammt eine Weiden-Flusslandschaft. Der Garten der Partnerstädte soll auch nach der Bundesgartenschau Teil des Luisenparks bleiben.

aufmacher

Alle Infos, Artikel und Geschichten zur Bundesgartenschau auf einen Blick!

Informationen zum Eintritt, den Dauerkarten oder der Anreise: Hier finden Sie alle Artikel zur Bundesgartenschau 2023 in Mannheim. Dazu gehören Fakten zur Seilbahn, ein Überblick über die Gastronomie und Erfahrungen der ersten Buga-Besucher. Außerdem erklären wir, wo Luisenpark und Spinelli-Park genau liegen, was auf der Bundesgartenschau erlaubt und verboten ist und berichten über Veranstaltungen und Events.

An dieser Stelle finden Sie Umfragen von Opinary.

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