Ludwigshafen Zum Auftakt kommt der Meister

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LUDWIGSHAFEN. Seit der Einführung der A-Jugend-Bundesliga in der Saison 2011/2012 ist die TSG Friesenheim in der höchsten Nachwuchsklasse dabei. Morgen startet die neuformierte Mannschaft in ihre sechste Spielzeit und trifft zum Auftakt auf den amtierenden Deutschen Meister SC DHfK Leipzig (18 Uhr, TSG-Sportzentrum).

Die Freude ist Michael Pfeil anzumerken. Der Co-Trainer der neu formierten A-Jugend freut sich, dass der Start näherrückt und der Ligaalltag wieder einkehrt. Daran ändert auch nichts, dass die Jungeulen gleich auf den deutschen Meister SC DHfK Leipzig treffen. „Das ist sicher eine ganz schwere Aufgabe, und dieser Gegner kommt für uns einige Wochen zu früh“, sagt Pfeil. Für diese Annahme hat der 48 Jahre alte B-Lizenz-Trainer gute Gründe. In der Vorbereitung bestritt die Mannschaft lediglich ein Vorbereitungsturnier in Sachsen-Anhalt, bei dem die Mannschaft den dritten Platz belegte und ihren kommenden Gegner beobachtete. Dennoch verliefen die vergangenen Wochen nicht optimal. Zum einen, weil sich der bisherige Nachwuchskoordinator Thorsten Schmid, der auch die A-Jugend verantwortlich betreute, aus persönlichen Gründen Ende Juli aus Friesenheim verabschiedet hatte. Erst zwei Wochen später präsentierte der Bereichsleiter männliche Jugend, Lutz Brahm, mit dem Pädagogen Klaus Billmeier, der zuletzt die A-Jugend der HG Oftersheim-Schwetzingen betreute und seit über 25 Jahren im Trainerstab des Badischen Handballverbandes tätig ist, den Nachfolger. Eine Situation, die man sich so nicht gewünscht hatte. Dazu kamen Verletzungen und Urlaube. Dennoch will Pfeil, der wegen des Urlaubs von Cheftrainer Billmeier die Spieler auf den Saisonstart vorbereitet, nicht jammern. „Die Jungs sind hochmotiviert, sie ziehen alle mit. Es sind Details, die wir noch verbessern müssen“, erklärt Pfeil. Besonders glücklich waren die Verantwortlichen, dass das Urgestein die Zügel in der Hand hielt und als Co-Trainer den Trainingsbetrieb fortsetzte. Beim letztjährigen Tabellenvierten der Staffel Ost stand ein Umbruch bevor. Tim Götz, Jan Willner, Joshua Brahm, Daniel Werner und Rico Meisel verließen altersbedingt die Jugendabteilung der TSG. Dagegen verzichtete Benny Bayer auf ein weiteres Jugendspielrecht und wechselte zum TV Hochdorf. Im Gegenzug rückten Leonard Pfeil, Malte Metz, Adriano Distl, Dominik Lenz, Tristan Jäger und Tommy Sulta von der B- in die A-Jugend auf. Lediglich Yannick Muth, Tim Freitag, Eric Blohm, Moritz Karl und Tom Jansen sowie der bereits in der vergangenen Saison aufgerückte B-Jugendliche Leon Hoblaj bringen Bundesliga-Erfahrung mit. Neu zur TSG stießen Paul Schutzius, Aaron Schleidweiler (beide HSG Schifferstadt/Dudenhofen), Thoren Pönisch, Lars Hannes (VTV Mundenheim) und Joel Engelter (HSG Weiterstadt). Auch wenn die Mannschaft jetzt ein völlig neues Gesicht haben wird, ist Pfeil von der Weiterentwicklung seiner Jungs überzeugt. Dazu sollen auch einige Spieleinsätze bei den Junioren, die als TSG II in der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz-Saar am Ball sind, dienen. „Wir wollen an die Leistung in der vergangenen Saison anknüpfen und versuchen, einen weiteren Schritt nach vorne zu machen“, betont Pfeil. Absolute Pflicht ist der Verbleib in der höchsten Spielklasse. Dazu muss die Mannschaft mindestens den sechsten Platz erreichen. Über solche Rechenspiele macht sich das Team derzeit keine Gedanken. „Unser Fokus liegt auf Leipzig“, sagt Pfeil. Die Zielsetzung für diese Begegnung formuliert er so: „Wir wollen so lange wie möglich die Partie offen halten, und dann schauen wir mal, was dabei herauskommt.“ Der Co-Trainer hat großes Vertrauen in seinen Jungs, die sich ebenfalls freuen, dass es endlich losgeht.

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