Handball Zehn Minuten auf dem Gaspedal

Der Mundenheimer Aaron Schleidweiler ging wieder einmal mit gutem Beispiel voran.
Der Mundenheimer Aaron Schleidweiler ging wieder einmal mit gutem Beispiel voran.

Beim 26:17 (12:10)-Erfolg über den TV Nieder-Olm spulten die Herren der VTV Mundenheim lediglich ein Pflichtprogramm ab. „Ich habe über weite Teile die richtige Einstellung vermisst“, haderte VTV-Trainer Steffen Schneider. Trotzdem behaupteten die Mundenheimer damit ihren Vorsprung an der Tabellenspitze der Handball-Oberliga.

Zehn Minuten auf dem Gaspedal genügten den VTV für den zehnten Heimsieg im zehnten Anlauf. Es waren die Minuten nach dem Seitenwechsel. „Wir haben in der Kabine wenig über Taktik gesprochen, sondern mehr über Emotionen und Körpersprache. Die haben mir in der ersten Halbzeit gefehlt“, sagte Schneider. Vom 12:10 zogen die VTV auf 21:11 davon – fünf Tore erzielte dabei Mannschaftskapitän Aaron Schleidweiler, der wieder mit gutem Beispiel voranging. Auf der anderen Seite steigerte sich auch Torhüter Nico Klein, vernagelte eine Viertelstunde lang seinen Kasten, zeigte in dieser Phase elf seiner insgesamt 17 Paraden. Es war die Grundlage zum ungefährdeten, aber glanzlosen Heimerfolg.

Trainer vermisst den Spaß im Team

Denn zu dem gehörte auch die Vorstellung in Halbzeit eins, in der kaum ein Unterschied zwischen dem Klassenprimus und der Mannschaft aus dem unteren Tabellenmittelfeld auszumachen war. Und wenn, dann waren es die Gäste aus Nieder-Olm, die mit überraschenden Spielzügen, einfachen und sogar doppelten Kempas für die Glanzlichter sorgten. Dass die VTV trotzdem vorne lagen, war der individuellen Klasse zu verdanken, die gelegentlich aber viel zu selten aufblitzte. „Ich habe in der ersten Hälfte bei meiner Mannschaft den Spaß am Handball vermisst“, fasste Schneider die Vorstellung in Worte.

Ganz zufrieden war er auch mit der Leistung im zweiten Abschnitt nicht. Bereits zehn Minuten vor dem Ende mit einem 25:14-Vorsprung im Rücken beendeten die VTV ihren Arbeitstag auch schon wieder. Auch hier hätte sich Schneider ein wenig mehr Konsequenz erhofft. Immerhin ist gerade in den Spielen gegen vermeintlich unterlegene Gegner die richtige Einstellung entscheidend.

So spielten sie

VTV Mundenheim: Klein (ab 50. Kunz) – Schmieder, Tom Schneider (3), Simon Schleidweiler (4) – Pönisch (2), Binnes (2) – Aaron Schleidweiler (6) – Naas (2), Wilbrandt (3), Hanke, Deege, Max Schneider (4/4)

Spielfilm: 3:3 (8.), 9:7 (19.), 11:10 (27.), 12:10 (Hz.), 21:11 (40.), 25:14 (51.), 26:17 (Ende) - Zeitstrafen: 0:2 – Siebenmeter: 5/4 – 3/2 – Beste Spieler: A. Schleidweiler, Klein – Hilsdorf, Klasmann, Hottum - Zuschauer: 120 – Schiedsrichter: Eckert/Towae (Illtal/St. Ingbert).env

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