Irgendwo in Lu „Yoga kann ich nur empfehlen“

Redakteur Volker Endres im Gespräch mit Nicole Winkler.
Redakteur Volker Endres im Gespräch mit Nicole Winkler.

Irgendwo in Lu sind wir jede Woche auf der Suche nach interessanten Gesprächspartnern. Am Montag haben wir am Spargelstand in Maudach Nicole Winkler getroffen. Sie stammt ursprünglich aus Dannstadt, lebt aber schon seit 22 Jahren in Maudach. Aktuell arbeitet die 48-Jährige als Minijobberin in einem Spielwarenfachgeschäft in Mutterstadt und lässt sich zur Yoga-Lehrerin ausbilden.

Ist man denn nach 22 Jahren schon echte Maudacherin?
Das liegt vielleicht auch an meinem Ehemann. Der ist immerhin hier geboren und seine Eltern auch. Ich fühle mich auf alle Fälle sehr wohl hier. Wir wohnen direkt am Bruch.

Das macht es mit den Schnaken abends sicher ein wenig unentspannt …
Ohne Fliegengitter wäre es nicht auszuhalten! Und auf die Terrasse kann man abends tatsächlich nicht mehr.

Wie ist aktuell die Nachfrage nach Spielwaren?
Bei uns läuft der Verkauf sehr gut. Wir sind ja aktuell auch die einzigen in der Umgebung. Allerdings haben wir gerade wegen Umbau geschlossen, und das verzögert sich leider immer wieder. Deshalb haben wir im Moment in Mutterstadt geschlossen und die Belegschaft ist auf die anderen Filialen verteilt. Ich selbst bin im Moment in Speyer. Aber wir werden alle wieder zurückkommen.

Eigentlich wollte ich heute über Spargel sprechen. Aber Sie selbst haben ja gar keinen eingekauft …
Das stimmt. Ich habe nur einen Salat. Aber wir essen Spargel gerne. Während der Saison gibt es bei uns mindestens einmal in der Woche Spargel.

Wie essen Sie ihn am liebsten?
Entweder ganz klassisch mit Hollandaise und Schnitzel, aber am liebsten eigentlich mit einer hellen Soße, für die ich das Rezept von meiner Mutter habe, und Pfannkuchen.

Angeblich wird in diesem Jahr nicht so viel Spargel gekauft. Woran könnte das liegen?
Das ist sicher eine Preisfrage. Die Leute müssen eben aufs Geld schauen, und Spargel ist generell teuer.

Mir ist an Ihrem Auto die Liebeserklärung an das Yoga aufgefallen. Wie kam es dazu?
Das ist mein Hobby. Ich mache gerade eine Ausbildung zur Yogalehrerin im Studio Svaha in Ludwigshafen. Dort fühle ich mich wohl.

Seit wann betreiben Sie Yoga?
Ich habe 2009 damit angefangen, weil ich Rückenschmerzen hatte. Ursprünglich wollte ich damals Pilates machen, wurde dann aber zum Yoga überredet. Ich kann jedem mit Rückenschmerzen Yoga nur empfehlen. Danach war ich acht Jahre lang in einem Studio in Mutterstadt. Leider hat dieses dann geschlossen, und ich habe mich umgeschaut. Und weil ich das Ganze dann noch etwas intensiver machen wollte, habe ich mich zu der Ausbildung entschlossen. Obwohl ich noch gar nicht so genau weiß, ob ich dann auch unterrichten möchte.

Wo machen Sie die?
Da gibt es gar nicht so viele Anbieter. Ich bin am Ende bei Svaha gelandet.

Und wie lange dauert so eine Ausbildung?
Da gibt es unterschiedliche Modelle. Ich mache das Ganze über 14 Monate mit einem Intensivwochenende von Freitag bis Sonntag jeden Monat.

Ich hatte in diesem Studio auch zwei Kurse. Dort spielt die Spiritualität eine gewisse Rolle. Wie gehen Sie damit um?
Die Spiritualität gehört für mich zum Yoga dazu. Das ist ja nichts Religiöses, sondern hat etwas mit dem Respekt für seine Umgebung zu tun. Jeder kann dann selbst entscheiden, wie man damit umgeht.

Mehr zum Thema
x