Ludwigshafen WSV schwimmt auf Erfolgswelle

Oliver Görge jubelt nach seinem Tor für den WSV Ludwigshafen. Zwei Tore erzielte er für den Zweitligisten.
Oliver Görge jubelt nach seinem Tor für den WSV Ludwigshafen. Zwei Tore erzielte er für den Zweitligisten.

«Ludwigshafen.» Zwei Viertel gewonnen, zwei verloren – eigentlich keine gute Bilanz im letzten Heimspiel des Jahres. Trotzdem herrschte im WSV-Lager eitel Sonnenschein. „Das war ein absolut starker Anfang von uns“, lobte WSV-Trainer Maurice Schäfer, der an Stelle des erkrankten Pierre Hilbich am Samstag allein die Verantwortung trug. Dem ehemaligen niederländischen Nationaltrainer gefiel der WSV-Auftritt. Die gute Arbeit in der Defensive ließ Friedberg kaum einmal gefährlich vors Tor kommen. Zwar traf Routinier Olaf Vetter zum zwischenzeitlichen 1:1, ansonsten gehörte das erste Viertel voll und ganz den Gastgebern. Sie benötigten nicht einmal das bislang so starke Überzahlspiel, um durch Martin Görge (2), Michael Burger, Benjamin Hettich, Benedikt Hummel und Oliver Görge nach acht Minuten ein 5:1 vorzulegen. Die Vielzahl der Torschützen war ein weiteres Signal dafür, dass die Last bei den Gastgebern mittlerweile auf viele Schultern verteilt ist. „Wir hatten unser Konzept und haben das gut umgesetzt“, lobte Schäfer. Die gefürchtete knallharte Defensive der Friedberger wurde förmlich erdrückt. Das Bild änderte sich auch nicht nach der ersten Pause, in der Friedbergs-Trainer René Reimann es mit einigen Änderungen in der Abwehr versuchte. Gegen den konzentrierten WSV-Angriff war an diesem Abend kein Kraut gewachsen. „Leider hat im dritten Viertel die Konzentration ein wenig nachgelassen“, bedauerte Schäfer. Er selbst trug daran eine gewisse „Teilschuld“. Schäfer wechselte nach der Pause munter durch und gab der gesamten Bank Einsatzzeit. Er schonte dafür die Stammkräfte, die bis dahin die Defensive zusammengehalten hatten. Die Gegentreffer fielen nun zu leicht. Immerhin: Per Strafwurf hatte Ahmed Mohamed noch das 10:4 (20.) erzielt, ehe die Gäste die Aufholjagd begannen. Vor allem in Überzahl kamen Friedberg auf, verkürzte vor dem letzten Viertel auf 11:7 und ließ auch im Schlussabschnitt nicht locker. Schäfer reagierte. Er brachte nun wieder seine Stammbesetzung – bei der jedoch der angeschlagene Laszlo Toth ebenso nicht dabei war, wie der beruflich verhinderte Florian Löw. Dafür stand mit dem ehemaligen Junioren-Nationalspieler Enrico Thamm vom Bundesligisten OSC Potsdam ein Neuling im Ludwigshafener Kader. Der stemmte sich mit vereinten Kräften gegen die Wende. Mehr als der Anschlusstreffer zum 12:10 (31.) gelang den Gästen nicht mehr. Martin Görge setzte den Schlusspunkt unter den letztlich ungefährdeten vierten Saisonsieg. Maurice Schäfer war zufrieden, hakte den Sprung auf den dritten Tabellenplatz schnell ab: „Die Tabelle interessiert uns aktuell nicht. Wir denken von Punkt zu Punkt und von Spiel zu Spiel. Das heute waren die nächsten beiden Punkte.“ Die Beiläufigkeit, mit der diese Punkte eingefahren wurden, obwohl mit etwas mehr Aufwand auch ein deutlicherer Sieg möglich gewesen wäre, stimmte ihn positiv: „Ich bin stolz auf die Jungs. Das haben sie gut gemacht.“ Für den WSV trafen: Martin Görge (6), Oliver Görge (2), Mohamed (2), Härtel (1), Burger (1) und Hettich (1).

x