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Bekommt Saarländer-Witze von den Eulen-Fans zugeschickt: der gebürtige Homburger Marc-Robin Eisel. Er hat seinen Vertrag bei den
Bekommt Saarländer-Witze von den Eulen-Fans zugeschickt: der gebürtige Homburger Marc-Robin Eisel. Er hat seinen Vertrag bei den Ludwigshafenern um zwei Jahre verlängert.

Beim Heimsieg der Eulen Ludwigshafen gegen Tusem Essen stechen drei Spieler heraus. Neben Torwart Ziga Urbic und Linksaußen Enes Keskic ist das Marc-Robin Eisel. Der 22 Jahre alte Spielmacher hat seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert und gab dies in einem lustigen Video bekannt.

„Das ist das Schönste, was ich kann“, sagte Eulen-Spielmacher Marc-Robin Eisel nach dem 29:25 (20:12)-Heimsieg gegen Tusem Essen lachend zu einem kleinen Fan, dessen Autogrammwunsch er gerne erfüllte. Ob sich das darauf bezog, dass er allgemein nicht so eine gute Handschrift (auf gut Deutsch: eine „Sauklaue“) besitzt? Oder doch eher darauf, dass die vorangegangenen 60 Minuten in der Eberthalle gegen den Tabellenvierten arg viel Kraft gekostet hatten? Vielleicht beides.

Denn der 22-Jährige musste – wie viele seiner Mitspieler – fast über die gesamte Spieldauer ran. Sieben Eulen fehlten im Kader von Trainer Ceven Klatt am Samstag, da stellte sich die Mannschaft fast von alleine auf. „Ich hab’ mich gefreut, dass ich von Anfang an ran durfte, auch in der Abwehr.“ Dort stand er dem Essener Halbrechten Lucas Firnhaber gegenüber und machte seine Sache ordentlich. Im Angriff führte Eisel klug Regie, fing sich auch nach zwei Fehlwürfen wieder und kam auf sechs Tore. Riesenrespekt hatte der eine von drei Matchwinnern aber vor allem vor der Energieleistung von Kapitän Gunnar Dietrich: Denn der Abwehrspezialist musste diesmal hinten und vorne ran.

Vergangene Woche hatte Eisel bei den Eulen einen Zweijahresvertrag für die nächsten beiden Spielzeiten unterschrieben und auf Instagram mit einer netten Story verbunden. Da war zu sehen, wie jemand in ein pfälzisches Wörterbuch schaut, dann zieht die Kamera auf und zeigt Eisel mit der Aussage aus dem Off: „Jetzt hat er zwei Jahre Zeit, die Sprache zu lernen.“ „Ich bekomme immer wieder Saarländer-Witze von den Fans zugeschickt. Da fanden wir es ganz lustig, das auf diese Weise aufzugreifen“, meinte der gebürtige Homburger verschmitzt, der mit Zweitspielrecht noch beim Drittligisten HSG Friesenheim-Hochdorf aufläuft.

„So was hab` ich auch noch nicht gesehen“

Dass es für die Eulen gegen Essen zu Hause gut laufen würde, verwunderte ihn nicht: „Wir haben richtig gut trainiert, wir wollten die Ausfälle nicht als Ausreden gelten lassen. Ich hatte ein gutes Gefühl“, sagte Eisel.

Das hatte nach dem Spiel sicher auch Enes Keskic, neben dem prima haltenden Torwart Ziga Urbic ein weiterer Sieggarant der Eulen. Der Eulen-Linksaußen traf schon vor der Pause siebenmal (insgesamt acht Tore), bei neun Versuchen. Sehenswert waren seine beiden Tore zum 16:9 und 17:9, als er einmal den Essenern den Ball klaute und beide Gegenstöße im leeren Gästetor vollendete. „Für diese erste Halbzeit habe ich keine Worte …“, schwärmte der 22-Jährige, der damit sein Trefferkonto von 30 auf 38 erhöhte: „Es lief alles, wie man sich das besser nicht vorstellen kann. Wir haben mit viel Tempo gespielt, unsere Chancen genutzt.“ Das hatte auch sein Trainer Ceven Klatt so gesehen und als entscheidenden Erfolgsfaktor der Eulen ausgemacht. „Der 9:1-Lauf der Eulen in sieben Minuten war eine ganz verrückte Phase. So was hab’ ich auch noch nicht gesehen“, meinte Tusem-Trainer Jamal Naji, den Gastgebern zum verdienten Sieg gratulierend.

„Ich brauche jetzt einen Herzschrittmacher…“, bemerkte Keskic hinterher aber noch zur durchaus spannenden zweiten Halbzeit, vor der sich die Zuschauer vor allem fragten, wie lange die Eulen dieses Tempo wohl noch durchhalten würden. „Es war klar, dass uns am Ende die Kraft etwas ausgehen würde“, meinte Klatt mit Blick auf seinen dünn besetzten Kader. Aber alle hielten durch, überstanden eine längere torlose Phase. Auch Keskic, der in dieser Woche zur bosnischen Nationalmannschaft reist: In der WM-Qualifikation geht es am Donnerstag gegen Gastgeber Griechenland, zwei Tage später folgt das Rückspiel in Tuzla.

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