Ludwigshafen Willkommen in der Dating-Hölle

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Singles haben es nicht einfach – vor allem, wenn sie auf die 40 zugehen. Gut, dass es das Internet gibt. So kann man einfach mit anderen Singles in Kontakt treten. Dass Mann dabei aber auf ziemliche Freaks treffen kann, zeigt die Komödie „Darf ich noch auf eine Ohrfeige mit raufkommen?“ auf unterhaltsame Weise. Das Stück war in der Kleinen Komödie in Limburgerhof zu sehen.

Tom (Christian Holdt) ist wieder Single. Seine Frau Birgit hat sich nach drei Jahren Ehe von ihm getrennt. Mitgenommen hat sie das Designersofa und den Flachbildfernseher, dagelassen die Lavalampe. Jetzt kann Tom den ganzen Tag im Bademantel verbringen und muss sich sein Bierchen nicht mehr verkneifen. Birgit trauert er nicht nach, allerdings hätte er ganz gerne wieder eine Freundin. Doch es ist gar nicht so einfach, Frauen kennenzulernen. Da weiß seine Bekannte Heike (Tanja Baumgart) Rat: Tom soll auf Kontaktanzeigen in der Zeitung oder im Internet antworten. So beginnt die Komödie „Darf ich noch auf eine Ohrfeige mit raufkommen?“. Das Erstlingswerk des schottischen Autos Andrew Robb lief erfolgreich an mehreren Theatern in Großbritannien. Jetzt hat Regisseur Jan Schäfer eine deutsche Version inszeniert. Die Komödie nimmt nicht nur Datingtrends aufs Korn, sondern auch verschiedene Frauenklischees. Denn bei seinen Dates trifft Tom auf ganz spezielle Typen, wie die Ökotussi, die Sexbombe oder die Heiratswütige. Die verschiedenen Frauenstereotypen sind aus romantischen Komödien hinlänglich bekannt. Die Zuschauer wissen stets recht schnell, welchen Frauentyp sie gerade vor sich haben. Es ist vor allem dem engagierten Spiel Tanja Baumgarts, die sämtliche Frauenrollen übernimmt, zu verdanken, dass das Stück trotzdem Spaß macht. Als Domina Uschi lehrt sie Tom das Fürchten, als französische Stewardess umgarnt sie ihn und plant dabei schon die Hochzeit und den Geburtstermin der beiden Kinder. Zur Hochform läuft Baumgart als Ökotussi Josi auf, die Tom zum Yoga zwingt. Christian Holdt zeigt aber auch, dass Männer Macken haben, und erklärt den Frauen beispielsweise, warum Männer manchmal so still sind – dann denken sie nämlich nach. Die Komödie nimmt zwar die männliche Perspektive ein, spricht aber beide Geschlechter an, eben weil klar wird, dass Männer und Frauen nicht perfekt sind. So tut Tom, was er zuvor als typisch männlich bezeichnet: Vor seinem Date mit Svetlana trinkt er sich Mut an, was am Ende dazu führt, dass er anstatt mit der willigen Frau in die Kiste zu hüpfen, sich in ihrem Beisein übergeben muss. Es wird zudem immer klarer, dass die ganze Daterei nichts bringt, da er eigentlich in Heike verliebt ist, die pünktlich zum Schluss selbst Single ist. So ein Zufall.

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