Ludwigshafen Wieder Datenklau in Bankfilialen

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Unbekannte haben in der Nacht zum Montag Briefkästen in drei Bankfilialen in Ludwigshafen aufgebrochen und den Inhalt gestohlen. Die Polizei ermittelt, ob versucht wurde, mit dabei erbeuteten Überweisungsträgern und Daten Geld von Konten abzubuchen.

Die Masche ist simpel: Diebe stehlen ausgefüllte Überweisungsaufträge aus den Briefkästen und benutzen die Daten dann, um Geld auf eigene Konten zu überweisen. Bereits im Mai sind in Ludwigshafen, Schifferstadt, Speyer und Neustadt Bankbriefkästen aufgebrochen worden. Mit den geklauten Daten wollten die Täter in 25 Fällen Geld nach Spanien transferieren. Der Sparkasse Vorderpfalz entstand ein Schaden von insgesamt 40.000 Euro. Betroffen war auch die Volksbank Kur- und Rheinpfalz, die rechtzeitig die gefälschten Überweisungen aus dem Verkehr zog (wir berichteten). Diesmal wurden Briefkästen der Sparkassen-Geschäftsstellen in der Kärntner Straße (Gartenstadt), der Hauptstraße (Rheingönheim) und der Pfalzgartenstraße (Ruchheim) aufgebrochen. Nach Angaben der Polizei schlugen die Täter in der Nacht zum Montag zwischen 22.54 und 1.10 Uhr zu. Die Polizei fordert Bankkunden auf, ihren Kontostand genau zu prüfen. Bei Falschbuchungen sollte sofort die Kripo und die Bank kontaktiert werden. „Wir nehmen diese Vorfälle sehr ernst. Zum Schutz unserer Kunden vor Missbrauch ihrer Kontodaten werden wir umgehend alle Geschäftsstellen mit neuen Briefkästen ausstatten“, sagte gestern Rüdiger Linnebank, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Vorderpfalz. Die neuen Briefkästen seien so positioniert, dass Post und Überweisungen nach dem Einwerfen im gesicherten Bereich im Inneren der Geschäftsstelle landen. Ein Zugriff auf den Inhalt der Briefkästen vom Vorraum aus könne somit verhindert werden. Außerdem seien seit der ersten Betrugsserie im Mai die Kontrollen bei Überweisungen ins Ausland verschärft worden, wie die Bank mitteilte. In Verdachtsfällen werde bei Kunden nachgefragt, bevor Geld transferiert wird. „Ich gehe davon aus, dass es keine Falschbuchungen mehr geben wird“, sagte ein Sparkassen-Sprecher. Die Fahndung der Polizei nach einem etwa 40 Jahre alten dunkelhäutigen Verdächtigen, der im Mai auf Videoaufnahmen beim Aufbruch von Bankbriefkästen zu sehen war, hat bisher kein Ergebnis gebracht. Die Ermittler gehen davon aus, dass an der Betrugsserie mehrere Täter beteiligt waren. Denn während ein Täter gefälschte Überweisungen in Banken in der Vorderpfalz in Umlauf brachte, wurde das nach Spanien transferierte Geld sofort abgehoben und dann wurden dort die Konten aufgelöst. Dafür seien zumindest zwei Leute nötig. (mix) Zeugen gesucht Hinweise zu den Aufbrüchen an die Kripo unter Telefon 0621/963-1163

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