Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel Wie Zweitligist WSV Vorwärts Ludwigshafen seinen Kader verändert hat

Der spielende Co-Trainer Martin Görge gilt beim WSV Vorwärts als Führungskraft.
Der spielende Co-Trainer Martin Görge gilt beim WSV Vorwärts als Führungskraft.

In einer regulären Spielzeit wären die Zweitliga-Wasserballer des WSV Vorwärts Ludwigshafen längst wieder aktiv. Anfang November startet normalerweise die Saison. Vorgelagert sind die Spiele um den Südwestdeutschen, manchmal sogar um den Deutschen Wasserball-Pokal. „Ich glaube, wir haben mit unserer Mannschaft großes Potenzial“, erklärte WSV-Trainer Pierre Hilbich.

Sportlich sind die Ludwigshafener Wasserballer gut aufgestellt. „Wir haben keinen einzigen Abgang, dafür drei Neuzugänge und wieder einige Spieler aus unserer Jugendmannschaft, die wir nach und nach einbauen wollen“, sagt Hilbich, der in seine dritte Saison als Verantwortlicher Trainer beim WSV geht. Neu im Kader ist der 18-jährige David Greine, der vom Junioren-Bundesligisten SV Blau-Weiß Bochum nach Ludwigshafen wechselt. Als erfahrene Spieler kommen Jonas Pohle und Nils Zimmer vom Zweitliga-Konkurrenten SGW Leimen/Mannheim über den Rhein. Aus der eigenen Jugend rücken Marcel Beck und Johannes Sommer in den Seniorenbereich auf. „Wir wollen unseren Umbruch fortsetzen und nach und nach den jungen Spielern mehr Verantwortung übertragen“, gibt der Trainer als Saisonziel aus.

Er sagt dabei ausdrücklich „wir“, denn ihm zur Seite steht Martin Görge als spielender Co-Trainer. „Martin war sowieso schon immer Führungsspieler. Es ist deshalb nur folgerichtig, ihn ins Trainerteam einzubinden.“ Eine rein praktische Überlegung außerdem für den in Heidelberg wohnenden Trainer. „Ich brauche fast eine Stunde bis ins Bad. Martin wohnt quasi genau daneben.“

Das letzte Spiel bestritt der WSV im Februar

Der WSV will die im Vorjahr begonnenen personellen Veränderungen weiter fortsetzen, aber die damit verbundenen Leistungsschwankungen möglichst gering halten. So gab es in der abgebrochenen Spielzeit des Vorjahres in sieben Spielen drei Siege, drei Niederlagen und ein Unentschieden. Im vorerst letzten Wettkampf siegte der WSV im Februar mit 16:13 beim Lokalrivalen Leimen/Mannheim, einer Mannschaft, die sich aktuell ebenfalls im Umbruch befindet. Das Derby im Rückspiel eine Woche später fand schon nicht mehr statt.

„Die Mannschaft ist eine Wundertüte. Wir brauchen eine Findungsphase mit möglichst vielen Spielen“, so der WSV-Trainer. Er glaubt fest an die gute Mischung mit den erfahrenen Görge-Brüdern Martin und Oliver, Johannes Schmitz und Benjamin Hettich als Ankerpunkten. Dazu kommen jede Menge talentierte Nachwuchsspieler. „Wir haben einen Altersschnitt von 20 oder 21 Jahren. Potenzial ist auf alle Fälle vorhanden. Wir müssen es nur so oft wie möglich abrufen.“ Wann das sein wird, steht allerdings noch in den Sternen. „Einen Saisonbeginn gibt es noch nicht.

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