Umfrage in Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Wie sparen Verbraucher Energie?

Wolfgang
Wolfgang

Wie kann man die Auswirkungen der steigenden Energiepreise mindern? Die Menschen haben dazu einige Ideen, wie unsere Umfrage in Ludwigshafen auf der Straße zeigt.

Steigende Kosten bei Wärme und Strom beschäftigen derzeit die Menschen im ganzen Land. Aber nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht ist es sinnvoll, auf den Verbrauch zu achten. Auch die Umwelt freut sich über ressourcenschonendes Leben.

Das finden auch Wolfgang und Ricarda. Das Ehepaar ist gerade auf einem Wochenendtrip in Speyer und macht einen Abstecher nach Ludwigshafen. Natürlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, wie die Mittelhessen erzählen. „Wir achten da schon sehr darauf, wenn wir unterwegs sind“, sagt die 56-Jährige. „Sparfuchs“ sei ihr zweiter Vorname. Und auch zu Hause ist es ihr wichtig, nichts zu verschwenden. Deswegen werden nur die Zimmer beheizt, in denen sich das Paar auch wirklich viel aufhält. Das Licht beim Verlassen eines Raumes auszuschalten und Wasser beim Duschen nicht lange laufen zu lassen, ist für beide selbstverständlich. „Und natürlich auf keinen Fall ein Vollbad nehmen“, findet Ricarda. Ihr Mann ergänzt Fahrrad fahren als Tipp zum Sparen. „Ich fahre damit auch jeden Tag 40 Minuten auf die Arbeit“, sagt der 60-Jährige.

Zwei statt vier Räder findet auch Jasmin gut. Die 42-Jährige besitzt kein Auto mehr und macht stattdessen Carsharing, falls es mal nicht ohne geht. Wenn sie mit ihrer Familie in Urlaub fährt, dann mit dem Zug. „Das sind die Kids gewöhnt“, sagt sie. Ansonsten empfiehlt die Mutter zweier Kinder, Steckerleisten auszuschalten und die Handyladekabel aus der Steckdose zu ziehen. „Und den Kühlschrank nicht so lange auflassen“, rät sie mit Blick auf ihre jüngste Tochter.

Genauso achtet Hanne auf ihren Verbrauch. Die 68-Jährige denkt dabei vor allem an ihre Solarlampe. Die stellt sie morgens in die Sonne, um die Akkus über Solarpanel aufzuladen. „Die nutze ich dann abends anstatt meiner anderen Stehlampe“, sagt sie. Außerdem setzt sie aufs Fahrrad. „Ich habe mir extra ein Klapprad gekauft, damit ich es in der S-Bahn mitnehmen kann“, erzählt die 68-Jährige. Dafür bleibe das Auto öfter stehen. „Ich versuche, die Fahrten auf einmal die Woche zu beschränken und dann eben auch überlegt damit zu fahren“, sagt sie. Also auf einem Weg mehrere Erledigungen machen oder eben größere Einkäufe, die mit dem Fahrrad nicht zu bewältigen sind. Ansonsten lässt auch sie das Wasser beim Einseifen aus und vermeidet es, von Hand zu spülen. Den Streit um die Gasumlage kann sie nicht verstehen. Ihrer Meinung nach wäre es sinnvoller, die vollen 19 Prozent Mehrwertsteuer zu erheben und dieses Geld den Bedürftigen zu kommen zu lassen. Damit wäre diesen Menschen mehr geholfen.

Die Gasumlage beschäftigt auch Doris. „Ich finde es gut, dass wir uns das alles teilen“, sagt die 63-Jährige. Sie geht nächstes Jahr in Rente, nach 45 Jahren im Berufsleben. „Ich bin frustriert, wer soll das denn alles bezahlen“, fragt sie mit Blick auf die drastisch steigenden Energiekosten. Ihr Lebensgefährte und sie würden sich die Kosten teilen, das mache vieles einfacher. Außerdem hätten sie schon vor Jahren alle Türen in der Wohnung ausgehängt. „Das ist quasi so als würden wir nur einen Raum heizen“, erklärt sie. Beim Einkaufen achte das Paar auf die Preise. Man dürfe aber nicht am falschen Ende sparen. „Wurst und Fleisch kaufe ich unbedingt frisch“, sagt die 63-Jährige. Und auch lauwarm duschen stelle für sie im Sommer kein Problem dar.

Das sieht auch Evangelos so. Er will bei sich zu Hause in der Heizperiode die Heizung ein paar Grad nach unten regulieren oder in manchen Räumen die Heizkörper auch ganz ausschalten, hat er sich vorgenommen. „Ich wohne alleine, da geht das einfach“, erläutert. Ansonsten hat er bereits den Wasserverbrauch in seinem Single-Haushalt reduziert und spart überall ein bisschen, um in der Energiekrise mit den steigenden Preisen über die Runden zu kommen.

Ricarda
Ricarda
Jasmin
Jasmin
Hanne
Hanne
Doris
Doris
Evangelos
Evangelos
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