Handball
Wie es im Handball-Leistungszentrum weitergeht
Nach dem vorzeitigen Klassenverbleib in der dritthöchsten Handball-Spielklasse geht das Handball-Leistungszentrum (HLZ) Friesenheim-Hochdorf den nächsten Schritt in die Zukunft. Diesmal wird sich nicht nur sportlich einiges ändern, wie die Verantwortlichen zuletzt beim Sommerfest im TVH-Sportzentrum verkündeten. In der kommenden Saison wird das HLZ – diesen Namen haben die zuständigen Verbände inzwischen bestätigt, sodass es nicht mehr als mHSG antreten muss – mit der ersten Mannschaft in der Dritten Liga antreten. Während die A-Jugend in der zweithöchsten Spielklasse gemeldet ist, spielt die B-Jugend erstmals in der Bundesliga. Beim Sommerfest wurden erstmals das neugestaltete Logo und die Trikots gemeinsam mit den Neuzugängen der Öffentlichkeit vorgestellt.
Gemeinsam mit der bekannten Marketingagentur bfwtailormade aus Neustadt hatten sich die HLZ-Verantwortlichen in den vergangenen Monaten auf die Suche nach einer neuen Markenidentität begeben. Nach außen sichtbar ist ein neues Logo entstanden. Es stellt das klare Bekenntnis dar, dass das HLZ der Nachwuchsbereich der Eulen Ludwigshafen ist, ohne dabei jedoch die Identität der beiden Stammvereine TSG 1881 Friesenheim und TV Hochdorf 1894 aus dem Auge zu verlieren: Ein Eulenkopf in Seitenansicht, mit roter Pupille über einem grünen Handball, vereint die Friesenheimer und Hochdorfer Vereinsfarben und zeigt das Wappentier der Ludwigshafener Bundesligahandballer. Der schwarze Schweif über dem Auge stellt dabei sowohl die Augenbraue des nachtaktiven Jagdvogels dar, steht aber auch dafür, dass die Menschen im HLZ „mit Feuer und Flamme“ für den Handball, im speziellen für Nachwuchsleistungshandball brennen und diese Begeisterung auf andere übertragen möchten. Hier setzt auch das neue Motto des HLZ an: „Geballte Leidenschaft – Vereinte Kraft“.
Personalfrage offen
Und mit diesem neuen Logo auf den neugestalteten Trikots, das die Jugendnationalspieler Frederik Zepp, Tilo Müller und Lennart de Hooge vorgestellt hatten, sollen auch die Neuzugänge, die die Spielgemeinschaft nach den Weggängen von Kapitän Niko Sorda, Niklas Schwenzer (beide Saase3 Leutershausen), Timo Heuft (Ziel unbekannt) sowie Matthias Meyer (Rückkehr in die Schweiz) verpflichtet wurden, für einen Schub nach vorne sorgen. Wie die Eulen Ludwigshafen werden die Handballer im HLZ in der kommenden Saison mit Trikots der Firma Craft ausgestattet. In der kommenden Spielzeit werden Niclas Josten (TV Nieder-Olm), Ray James, Alexander Kubitschek, Lennart Cotic (alle TGS Pforzheim) sowie Oskar Knudsen (VfL Gummersbach II) erstmals das HLZ-Trikot tragen. Dabei hat der norwegische U21-Torwart Knudsen ein Doppelspielrecht bei den Eulen Ludwigshafen.
Ebenfalls in das Training beim Handball-Zweitligisten sollen auch die Nachwuchstalente Tilo Müller, Frederik Zepp und Lennart de Hooge integriert werden. Unklar ist derzeit die Zukunft von Torhüter Mika Schwenken, der aus persönlichen Gründen um Auflösung seines Vertrages gebeten hat. Das hat aber Geschäftsführer Christian Deller, der künftig auch als Teammanager, nach dem Martin Buschsieper sich ausschließlich um die Drittliga-Frauen der TSG Friesenheim kümmern wird, abgelehnt. „Verträge sind dazu da, dass sie eingehalten werden“, erklärt Deller. „Wir werden Mika die Zeit geben, die er braucht, aber fünf Torhüter sind für zwei Vereine (Eulen und HLZ) durchaus akzeptabel.“ Dass der Konkurrenzkampf mit der Verpflichtung von Knudsen nochmals entfacht wurde, ist dem Geschäftsführer durchaus bewusst. „Wir sind ein Leistungszentrum. Wer die Konkurrenz scheut, ist bei uns nicht am richtigen Platz“, stellt Deller fest. Wie es in der Personalie Schwenken weitergehen wird, bleibt abzuwarten.