Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Wie eine Stute im Ebertpark zu ihrem Namen kam

Dieses Schild im Ebertpark zeigt den Neuzugang.
Dieses Schild im Ebertpark zeigt den Neuzugang.

Konfetti im Ebertpark? In den Grünflächen sind die bunten Papierschnipsel gar nicht gerne gesehen. Trotzdem freuen sich alle über den Neuzugang im Tiergehege des Ebertparks. Immerhin handelt es sich bei Konfetti um eine rund zehn Jahre alte Pferdedame, die ihren Namen einer kleinen Umfrage verdankt, die Bereichsleiterin Gabriele Bindert auf der Internetplattform Facebook gestartet hat.

„Fuchstigerschecke“ nennt sich die originelle Fellfärbung, die bei einem Hund ein wenig an einen Dalmatiner erinnern würde. Als Rasse entspringt Konfetti einer deutschen Shetland-Richtung. Solche Part-Bred Shetland-Ponys können eine Risthöhe von rund 90 Zentimetern erreichen. Und Andreas Massion ist letztlich an der Namensgebung schuld.

„Kleiner Onkel“, „Stracciatella“, „Pünktchen“

Der Leiter der Ludwig-Wolker-Freizeitstätte hatte sich als einer der Ersten Mitte Februar, ausgerechnet am Fasnachtsdienstag, auf Binderts Aufruf gemeldet, nachdem gängigere Vorschläge wie „Pünktchen oder auch „Kleiner Onkel“ als Hommage an das Pferd der Romanfigur Pipi Langstrumpf bereits gefallen waren. „Es war alles dabei. Gefehlt hat eigentlich nur noch der Vorschlag Stracciatella“, berichtet Bindert schmunzelnd, die sich aber schnell auf einen anderen Weg führen ließ.

„Konfetti Ahoi“ entfleuchte es Massion spontan angesichts des lustig gefleckten Fells. „Dabei hat mich natürlich die Jahreszeit inspiriert“, kommentierte der Sozialarbeiter, der einräumt, dass sein Vorschlag „eigentlich nur halbernst“ gemeint war. Beim ernsthaften Nachdenken findet er seinen Vorschlag aber überaus passend. „Der Name ist geschlechtsneutral und er klingt lustig.“ Und Pferde in öffentlichen Gehegen sind ohnehin nicht dafür bekannt, dass sie darauf reagieren, wenn man sie bei einem Namen ruft.

Von den Niederlanden nach Ludwigshafen

Gabriele Bindert griff den fasnachtlich geprägten Vorschlag gerne auf und ließ das sympathische Schild mit dem Abbild des Neuzugangs erstellen. Eventuell erfreut die Namensgebung auch den eigentlichen Adressaten für den Zuwachs der kleinen Shetland-Herde aus drei Tieren. „Leider ist uns Anfang des Jahres eine gerade 26 Jahre alte Stute verendet“, berichtet die Bereichsleiterin.

Eigentlich kein Alter für die Ponyrasse, die leicht bis zu 40 Jahre alt werden können. Die zur Herde gehörende Mutter habe deutlich getrauert – immerhin eine Pferdedame, die mittlerweile ihr 39. Lebensjahr erreicht hat. Auch für ihren Trost wurde deshalb die zehnjährige Stute angeschafft, die ursprünglich aus den Niederlanden stammt und dann über mehrere private Besitzer in Ludwigshafen gelandet ist.

„Ein wenig scheu“

Reiten lässt sich der Neuzugang nicht, weshalb er sich wahrscheinlich auch nicht an der Namensgebung stört. „Er ist ein wenig scheu“, charakterisiert die Bereichsleiterin den Vierbeiner. Dieser hat sich mittlerweile als echter Frühaufsteher erwiesen. „Sie ist als erste fit und motiviert dann immer gerne die ganze kleine Herde, die dann durch das Gehege galoppiert“, erzählt Bindert über die Stute. Die Betreuung von Konfetti, Pferden, Schafen und auch Ziegen wird von ihrem Fachbereich geleistet. Die Ställe werden ausgemistet, natürlich erhält auch Konfetti ihren Futteranteil. Eigentlich sind Shetlands Arbeitstiere. Deshalb dürfen sie nicht zu viel Kraftfutter bekommen. Sonst werden sie zu dick“, so Bindert. Und so ergänzt der ein oder andere Apfel oder auch einmal eine Karotte den Speiseplan.

„Supersüß“

Bei Constanze Kraus rannte Bindert mit dem Namensvorschlag nach ihrer Umfrage gleich in doppeltem Sinn offene Türen ein. Die Vorsitzende des Park-Förderkreises freute sich selbstverständlich über den Zuwachs im Tiergehege. Und als führendes Mitglied im Dachverband Großer Rat zeigte sie sich natürlich auch mit dem fasnachtlichen „Konfetti“ sofort einverstanden. „Ich finde, der Name ist supersüß“, kommentierte sie.

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