Ludwigshafen
Wie eine Hausgemeinschaft der Tafel hilft
Nudeln, Reis, Mehl und vieles andere mehr staute sich in den Sammelkartons der Hausgemeinschaften in der Neuwiesenstraße. „Ich bin wirklich begeistert. Mein Mann hat den Karton jeden Tag geleert und die Ware in unserem Keller verstaut.“ Und beinahe jeden Tag war der Karton bis obenhin voll. „Bei uns im Haus hat jeder fleißig für die Tafel gesammelt.“
Geübte Netzwerkerin
Dabei half es natürlich, dass Senft eine geübte Netzwerkerin und Sammlerin für gemeinnützige Zwecke ist: „Vor zehn Jahren hatten wir so eine Aktion schon einmal für die Tafel.“ Damals sei die Resonanz sogar noch ein wenig größer gewesen. „Da war ich ja auch noch in der Friesenheimer Chorgemeinschaft, als Übungsleiterin bei der BASF und auf der Pfingstweide aktiv.“ Mit einem größeren Netzwerk sei deshalb auch die Spende größer gewesen. „Wir hatten damals sogar noch eine Verbindung zu den Pfadfindern. Da haben die Eltern und auch die Kinder für die Kinder der Kunden des Tafelladens Geschenke gesammelt.“ Dazwischen engagierte sie sich unter anderem für die Suppenküche oder das Haus St. Martin. „Aber nach dem Artikel habe ich beschlossen, dass in diesem Jahr die Tafel mal wieder an der Reihe ist.“
Am Freitag fährt der Transporter vor
Freunde und Freundinnen trugen die Aktion auch in die Nachbarhäuser der Neuwiesenstraße. „Dort war die Resonanz aber nicht ganz so groß“, bedauerte Senft. Die Gesamtausbeute kann sich trotzdem sehen lassen. „Wir haben alles schon vorsortiert. Die Mitarbeiter der Tafel müssen alles nur noch in die entsprechenden Regale einräumen.“ Und natürlich vorher abholen.
Am Freitagmorgen fährt der Transporter der Tafel in der Neuwiesenstraße vor und lädt die gesammelten Güter ein. „Das ist mit der Tafel so abgesprochen. Für meinen Privat-Pkw wäre das wirklich zu viel gewesen“, freut sich die Initiatorin und hofft auf Nachahmer, die in der eigenen Hausgemeinschaft ebenfalls eine Nahrungsmittel-Sammelaktion für die Tafel starten.
Die Ludwigshafener Tafel in der Bayreuther Straße versorgt regelmäßig etwa 2000 bedürftige Menschen mit Lebensmitteln, darunter etwas mehr als 900 Kinder.