Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Wie ein BASF-Pressetermin in Corona-Zeiten organisiert ist

In dem großen BASF-Konferenzraum war es kein Problem, die Corona-Abstandsregeln einzuhalten.
In dem großen BASF-Konferenzraum war es kein Problem, die Corona-Abstandsregeln einzuhalten.

Ein Termin, ein Termin! Was normalerweise Alltag ist in einer Lokalredaktion, das sorgt in Corona-Zeiten schon mal für regelrechte Begeisterung. Denn allzu oft verlassen Redakteure ihre Büros in diesen Tagen nicht mehr. Die Oggersheimer BG Klinik und das Ludwigshafener Klinikum hatten jedoch für Donnerstag zu einem digitalen Expertenaustausch mit Medizinern im chinesischen Zhanjiang in einen großen Konferenzraum der BASF eingeladen. Mit ganz viel Abstand der rund zwei Dutzend beteiligten Mediziner und einiger Berichterstatter, die den Klinikärzten aus Rheinland-Pfalz und der Provinz Guangdong beim Wissenstransfer zuhören durften. Denn wie man das Virus am besten bekämpfen kann, das interessiert derzeit alle.

Sicherheit spielt bei Veranstaltungen auf dem Gelände des Ludwigshafener Chemiekonzerns immer eine wichtige Rolle. Pressevertreter sind daher grundsätzlich gut beraten, bei dortigen Terminen einen Personalausweis dabei zu haben und etwas mehr Zeit einzuplanen für die Anmeldung. Die Corona-Kontaktverbote indes machen einen normalen Austausch ziemlich unmöglich. Distanz ist das Gebot der Stunde. Die Abstände zwischen den wohlplatzierten Stühlen waren daher sehr großzügig bemessen. Außerdem gab es bereits an der Pforte des großen Besprechungsraums einen unübersehbaren Spender mit Desinfektionsmittel für die Hände der Gäste. Auf einem kleinen Tisch am Eingang warteten neben Kugelschreibern auch noch stapelweise Mundschutze. Als alle versorgt waren, ging’s los mit der Konferenzschaltung nach China.

Rat mal, wer da spricht?

Da alle Mediziner im fernen Zhanjiang zwar recht dicht beieinander standen, aber auch ohne Ausnahme Schutzmasken trugen, verstand es sich auch für die rheinland-pfälzischen Mediziner von selbst, die grünen Mundschutze aufzuziehen. Zum Glück wurde der jeweilige Sprecher samt Namensschild groß und gut sichtbar auf einem Monitor präsentiert. Sonst hätten die Beobachter der rund zweistündigen Szene kaum erraten können, wer hier gerade eine Frage an die chinesischen Corona-Experten richtete.

Irgendwann hieß es dann auch für alle anderen im Saal, dass sie die angereichten Masken bitte aufziehen müssten. In geschlossenen Räumen sei das bei der BASF jetzt erwünscht, erklärte eine freundliche Mitarbeitern. Dass sie dabei lächelte, konnte man nur ahnen.

Widersprüchliche Empfehlungen

Die Antwort der chinesischen Ärzte auf eine Frage nach Gesichtsmasken und Schutzausrüstung fiel besonders ausführlich aus. Dass es dazu hierzulande widersprüchliche Empfehlungen gibt, verwundert. Denn für die Experten in Fernost, die das Virus bereits zurückgedrängt haben, ist der Mundschutz bei der Arbeit Pflicht.

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