Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Wie die HSG Mutterstadt-Ruchheim die lange Pause nutzte

Der Zusammenhalt bei den Handballerinnen der HSG Mutterstadt-Ruchheim ist groß.
Der Zusammenhalt bei den Handballerinnen der HSG Mutterstadt-Ruchheim ist groß.

Die Sehnsucht ist groß. Nachdem die Pfalzliga-Saison 2019/20 vorzeitig wegen der Corona-Pandemie abgebrochen worden war und die Spielzeit 2020/21 noch nicht mal angepfiffen wurde, hoffen die Damen der HSG Mutterstadt-Ruchheim jetzt auf bessere Zeiten. Sie blieben in der Pandemie regelmäßig in Kontakt – anders als sonst.

Thomas Ohly wirkt erleichtert. „Es ist einfach schön, dass wir nach solch einer langen Zeit, wieder regelmäßig als Mannschaft gemeinsam trainieren können“, sagt der HSG-Coach. Das hat auch andere Gründe: „Da bei uns der Zusammenhalt auch neben dem Sport groß ist, sind wir alle froh, dass wir uns wieder gemeinsam treffen können.“

Bisher sah er seine Spielerinnen meist einmal in der Woche. Dies aber nur virtuell, um sich zumindest individuell gemeinsam in den eigenen Räumen fit zu halten. „Man hat schon gemerkt, dass uns das Training und die Spiele nach solch einer langen Zeit gefehlt haben“, sagt Ohly. Bereits in der Saison 2019/20 folgte nach dem 18. Spieltag der Abbruch des Spielbetriebes. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die HSG Mutterstadt-Ruchheim mit 17:18 Zählern auf dem achten Rang. Die darauffolgende Spielzeit fiel sogar ganz aus. Jetzt hofft man bei der Spielgemeinschaft, dass mit der Rückkehr in den Wettkampfbetrieb wieder ein Stück Normalität einkehrt. „Das liegt nicht in unserer Hand“, sagt Ohly, der im vierten Jahr bei der HSG das Sagen an der Außenlinie hat.

Fast 18 Monate Pause

Und mit Blick in die Zukunft hat er auch die sportlichen Ziele eher bescheiden formuliert. „Wir wollen früh möglichst viele Punkte holen, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben“, sagt Ohly. So gehört die Konzentration derzeit der Vorbereitung auf die ersten Spiele nach fast 18 Monaten Pause. „Wir werden sukzessive uns von Woche zu Woche in der Belastung steigern.“ Das ist auch nötig, um Verletzungen zu vermeiden. Und Motivationsprobleme habe es zu keiner Phase in seiner Mannschaft gegeben, beteuert Ohly. Die HSG bot nämlich mit einer Reihe von mannschaftübergreifenden Aktionen eine Vielzahl von Möglichkeiten zur aktiven Bewegung. „Wichtig ist, dass wir jetzt nach so einer langen Zeit wieder die Abläufe trainieren“, meint Ohly, dem Caro Vesper im Trainerteam assistiert.

Personell hat sich in der Mannschaft nichts geändert. Der komplette Kader steht weiterhin zur Verfügung. „Die Mädels sind wieder heiß auf den Spielbetrieb. Die Sehnsucht auf die kommende Saison ist groß und darauf arbeiten wir jetzt hin“, sagt der Trainer. Die ersten Vorbereitungsspiele stehen bald an, aber Ohly möchte mit Blick den späten Saisonstart nichts überstürzen. „Die Vorbereitung ist diesmal sehr lange, aber die Zeit brauchen wir auch, nach solch einer langen Pause“, meint der Coach und hofft zugleich, dass nicht wieder die Pandemie den Spiel- und Trainingsbetrieb lahmlegen wird.

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