Ludwigshafen Wenn der Dachs die Rakete verfolgt

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MUTTERSTADT. Kaum hatten die Kinder eine Disziplin beendet, flüchteten sie unter die Sonnenschirme. Doch trotz heißer Temperaturen hatte der Nachwuchs beim Kinderleichtathletik-Sportfest der TSG Mutterstadt, der zweiten Station des Kids-Cups des Leichtathletikverbandes Pfalz, viel Spaß und glänzte mit guten Leistungen.

Nach fast fünfstündiger Organisation auf und neben dem Platz war Anette Borutta ein wenig erleichtert. Die Organisationschefin hatte mit ihrem 30-köpfigen Team trotz der schweißtreibenden Temperaturen sämtliche Wettkämpfe in den drei Altersklassen U8, U10 und U12 reibungslos über die Bühne gebracht. Sie war Ansprechpartnerin für die teilnehmenden Vereine – und feuerte nebenbei noch den vereinseigenen Nachwuchs während des Wettkampfes an. „Auf Fabian“, meinte Borutta etwa zu einem fünfjährigen Mutterstadter Knirps beim Schlagballwurf. Auch die Rekordbeteiligung von über 220 Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren sprach Bände. Allein elf Vereine mit teilweise zwei oder gar drei Teams pro Altersklasse nahmen am Teamvier- oder -fünfkampf teil. Dabei floss jede Einzelleistung in die Teamwertung ein. „Wir wollen gewinnen“, sagt Fabian Deffner. Der Sechsjährige im Trikot der Frechdachse (U8 der TSG Mutterstadt) ließ seinen Worten dann auch Taten folgen. Mit 17 Metern stellte er im Schlagballwurf mit dem Raketenball eine Bestmarke auf – und sorgte somit für viele Punkte seiner Mannschaft. Stolz trugen die Kleinen ihren Vornamen auf der Brust, dazu auch den Teamnamen. Und da waren sie wirklich kreativ: Die Mädchen und Jungen des TV Rödersheim, die zum Teil ein gemeinsames Team mit dem TV Offenbach stellten, nannten sich Rödersheimer Raketen, die Vertretung der TG Limburgerhof „Rennflöhe LimBim“, die Kids des TSV Annweiler firmierten als „die roten Füchse“ und der Nachwuchs der TSG Haßloch hieß „Haßlocher Power Flitzer“. Gerade im Sprint wurden viele Teams ihrem Namen gerecht. Ein Novum war die Hindernisstaffel mit jeweils elf Akteuren pro Mannschaft. Bei dieser mussten über eine 50-Meter-Distanz die Hinderniskartons innerhalb von drei Minuten so oft wie möglich bewältigt werden. Dabei waren die Poltergeister der LG Neustadt (U10) nicht zu bremsen. Angefeuert von den Eltern, ließen sie der Konkurrenz keine Chance. „Wir sind sehr froh, dass alles reibungslos über die Bühne ging und der Spaßfaktor absolut im Vordergrund stand“, sagte Borutta. Dennoch will man zukünftig bei ähnlich heißen Temperaturen auf den Abschlusswettbewerb, den 800-Meter-Lauf, verzichten. „Das war schon sehr grenzwertig“, meinte Borutta.

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