Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Weniger Arbeitslose, mehr Jobs

Die Arbeitsagentur spricht von einer „guten Entwicklung“.
Die Arbeitsagentur spricht von einer »guten Entwicklung«.

Der Herbst belebt den Arbeitsmarkt: Die Anzahl der Arbeitslosen in der Vorderpfalz und in Ludwigshafen ist im September gesunken. Außerdem suchen Arbeitgeber verstärkt nach Mitarbeitern. Diese Bilanz zieht die Arbeitsagentur Ludwigshafen und hat noch einen Tipp für Jobsuchende.

Die Zahlen für Ludwigshafen: In der Stadt waren im September 8614 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 261 weniger Arbeitslose als im Vormonat und 917 weniger als vor einem Jahr. 2032 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 238 mehr als im August und 179 mehr als im Vorjahr. Im September haben sich 1768 Personen arbeitslos gemeldet, 130 mehr als im Vormonat und 204 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Prozentpunkte auf 9,1 Prozent. Dieser Wert liegt aber weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 5,4 Prozent.

Die Lage in der Region: In der Kurpfalz belegt Ludwigshafen den Spitzenplatz in Sachen Arbeitslosenquote. In Frankenthal liegt die Quote bei 5,9 Prozent, in Speyer bei 6,1 und im Rhein-Pfalz-Kreis bei 4 sowie im benachbarten Mannheim bei 7 Prozent.

Was die Arbeitsagentur sagt: Die Arbeitsvermittler sprechen von einer „guten Entwicklung“. „Der Herbst belebt den Arbeitsmarkt“, sagt Benjamin Wehbring, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigshafen. Zum einen hätten weniger Menschen als im Vormonat ihren Job verloren. Zum anderen hätten mehr Menschen eine neue Stelle gefunden (plus 13 Prozent). Zudem seien viele Jugendliche in eine Ausbildung und damit ins Berufsleben gestartet. Die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie – mehr Arbeitslosigkeit, weniger Stellen – schwächen sich im Langzeitvergleich ab, wie die Zahlen zeigen.

Wo es Jobs gibt: Die Personalnachfrage bei Arbeitgebern in der Region steigt laut Arbeitsagentur weiter. Mit 838 neuen Jobangeboten wurden im September 82 mehr gemeldet als im Vormonat und 178 mehr als vor einem Jahr. Der Bestand an offenen Stellen ist auf fast 3900 gestiegen, hat aber noch nicht wieder das Vor-Corona-Niveau von knapp 4500 unbesetzten gemeldeten Arbeitsstellen erreicht. „Große Nachfrage besteht aktuell beim verarbeitenden Gewerbe. Insbesondere im Bereich der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln wird verstärkt Personal benötigt“, so Agenturchef Webring. Für Langzeitarbeitslose im Alter von über 50 Jahren bleibt es jedoch schwierig, eine Stelle zu finden.

lu_arbeit_09_2021_ngen
x