Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Welcher Youngster beim FSV Schifferstadt keine Minute fehlte

Philipp Schwind erlebt beim FSV Schifferstadt derzeit einen Höhenflug.
Philipp Schwind erlebt beim FSV Schifferstadt derzeit einen Höhenflug.

Der FSV Schifferstadt ist in der Fußball-Landesliga Ost nach vier Partien immer noch unbesiegt. Das soll das Team auch nach dem Heimspiel gegen den SV Geinsheim (Sonntag, 15 Uhr) sein. Ein junger Spieler hat am Höhenflug großen Anteil.

Es könnte eine Frage bei Günter Jauchs „Wer wird Millionär“ sein. Wer ist der einzige Spieler des FSV, der in den zehn Partien von Beginn der vergangenen und abgebrochenen Saison bis jetzt keine einzige Minute verpasst hat? Kapitän Alexander Hödl? Torjäger Sven Hoffmann? Mittelfeldmann Marvin Göllner? Nein, ist der 20 Jahre alte Philipp Schwind. Der Linksverteidiger kam im Sommer 2020 von den A-Junioren des Ludwigshafener SC, mit denen er in der Regionalliga gespielt hat. Er setzte sich auf Anhieb beim FSV durch.

Er bildet mit Michael Nett (23) das Pärchen auf der linken Seite, das zum Beispiel in der Partie gegen Südwest Ludwigshafen mächtig Betrieb machte und ein Faktor für den 4:1-Sieg war. „Wir verstehen uns prima, privat wie auf dem Feld. Der Auftrag lautet, uns in der Offensive und Defensive abzuwechseln. Wenn einer viele Läufe nach vorne macht, kann er nach dem Positionstausch hinten wieder Kräfte sammeln“, erklärt Schwind. Er ist in Schifferstadt aufgewachsen und hat fast seine komplette Juniorenzeit beim Nachbarn Phönix verbracht. Da spielte er oft im defensiven Mittelfeld, inzwischen hat er sich als linker Verteidiger etabliert.

Familientradition bei der BASF

Ende September will er ein Studium an der Hochschule Mannheim beginnen. „Der Studiengang heißt Nachhaltige technische Prozesse, der Abschluss ist Bachelor of engineering“, informiert Schwind. Sein Ziel ist es, später in der BASF zu arbeiten. Das ist schon Familientradition, denn Opa, Vater und Bruder sind diesen Weg ebenfalls gegangen.

Spielertrainer Christoph Mehrl ist mit der Entwicklung Schwinds hochzufrieden. „Philipp hat uns alle überrascht, dass er den Übergang von den Junioren zu den Erwachsenen so problemlos gemeistert hat. Er hat viel Zug nach vorne, ist technisch stark und immer im Training“, lobt er den Mann mit der Nummer 8. Schwind sei eine feste Größe und gesetzt. Die Abstiegsrunde zu vermeiden, nennt der Linksverteidiger als vordringlichste Aufgabe. Da ist die Partie am Sonntag ein Schlüsselspiel. Der FSV will dabei dem personellen Notstand trotzen, der sich mit der Roten Karte für Fabian Klein und dem Ausfall von Michael Nett (Flitterwochen) verstärkt hat.

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