Tennis
Welche Ziele das Regionalliga-Team des BASF TC verfolgt
Die erste Besonderheit der Runde offenbart schon der Blick auf die Meldeliste. So treten die Ludwigshafener als einziges Team mit der zweiten Mannschaft in der Regionalliga an. „Für alle anderen ist es die erste Mannschaft und damit das sportliche Aushängeschild“, erklärt BASF-Mannschaftsführerin Michelle Roth. Zugekaufte Spielerinnen aus aller Welt sind daher in den Aufstellungen der jeweiligen Gegner an der Tagesordnung. So steht beispielsweise bei Bernhausen aus dem schwäbischen Filderstadt mit Paula Ormaechea die ehemalige Nummer 59 der Weltrangliste an der Spitze. Steffi Bachofer als erste deutsche Spielerin zählt mit ihren 36 Jahren zwar zu den Routiniers, ist in ihrer Altersklasse aber immerhin auf Rang fünf in der Tenniswelt.
Ganz harter Tobak also für die Ludwigshafener Damen, „obwohl wir natürlich erst einmal abwarten müssen, in welcher Aufstellung die Mannschaften bei uns antreten“, sagt Roth.
Allerdings ist das Eröffnungswochenende gleich ein guter Gradmesser. Bernhausen setzte sich im Vorjahr in den Aufstiegsspielen durch. Der BASF TC scheiterte sportlich, ebenso wie die TSG Heidelberg, rutschte am grünen Tisch dann aber doch noch in die dritthöchste deutsche Spielklasse. Die Heidelbergerinnen spielen mit der Tschechin Gabriela Horackova in der Spitze, setzen ansonsten aber in der Hauptsache auf die deutsche Karte. „Ein richtiges Derby ist das für uns eher nicht“, sagt Roth trotz der räumlichen Nähe und schiebt auch die Begründung hinterher: „Wir haben normalerweise mit der TSG wenig Berührungspunkte. Normalerweise treffen wir nie aufeinander. Derbys für uns sind vor allem Spiele gegen Oppau.“
Klub setzt auf deutsche Spielerinnen
Der BASF TC geht offen in die Saison, will vor allem deutsche Spielerinnen einsetzen. Eigentlich ausschließlich deutsche Spielerinnen, auch wenn Neuzugang Sinja Kraus einen österreichischen Pass hat. „Aber für uns kommt sie eigentlich aus Mainz“, lacht Roth. Ansonsten gibt es in Sachen Staatsbürgerschaft keine Ausreißer mehr.
Neu in der Aufstellung sind, neben Kraus, noch Tea Lukic und Sarah Müller. Lukic vom TC Grün-Weiß Gifhorn kennt die Plätze an der Weiherstraße immerhin schon. Hier wurde sie im Vorjahr Deutsche Meisterin in der Altersklasse U16. Sarah Müller wechselte vom TuS Neunkirchen nach Ludwigshafen und Kraus von TSC Mainz. Alle drei sind noch keine 20 Jahre und stehen damit für den Jugendstil des BASF TC, der die Spielerinnen perspektivisch in die Zweitligamannschaft einbauen will. Angeführt wird die Meldeliste des BASF TC von Nastasja Schunk – einer der größten deutschen Tennishoffnungen.
„Wir gehen entspannt in die Saison und wollen alles daransetzen, die Klasse zu halten“, kündigt Roth an. Der Klassenverbleib kann nur das Saisonziel sein. „Aufsteigen dürfen wir wegen der ersten Mannschaft in der Zweiten Liga sowieso nicht.“